US-Abgeordneter Franks Republikaner bietet fünf Millionen für ein Kind

US-Politiker Trent Franks hat seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Ihm wird vorgeworfen, einer Frau fünf Millionen Dollar für eine Leihmutterschaft geboten zu haben. Mehrere Ex-Mitarbeiterinnen fühlten sich belästigt.
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Eine frühere Mitarbeiterin von Franks sagte der Nachrichtenagentur AP, der Abgeordnete habe sie wiederholt gedrängt, sein Kind auszutragen. Quelle: Reuters
Trent Franks

Eine frühere Mitarbeiterin von Franks sagte der Nachrichtenagentur AP, der Abgeordnete habe sie wiederholt gedrängt, sein Kind auszutragen.

(Foto: Reuters)

New YorkTrent Franks, republikanischer Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus, legt sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder. Das gab der 60-Jährige am Freitagabend bekannt, nachdem er am Donnerstag noch erklärt hatte, sein Rücktritt werde zum 31. Januar 2018 wirksam. Seine Frau liege in Washington mit „einem permanenten Leiden“ im Krankenhaus. Es sei das Beste für seine Familie, seinen Platz im US-Kongress sofort zu räumen, teilte Franks mit.

Hintergrund des Schrittes des Abgeordneten aus Arizona sind Vorwürfe, er habe zwei frühere Mitarbeiterinnen gefragt, ob sie sein Kind als Leihmutter austragen könnten. Die Ethikkommission des Hauses hatte am Donnerstag erklärt, eine Untersuchung einzuleiten.

Der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, hatte Franks nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe den Rücktritt nahegelegt. In einer Mitteilung erklärte Franks jetzt, er habe seine Mitarbeiter niemals körperlich eingeschüchtert, sie nie zu etwas genötigt oder versucht, sexuellen Kontakt mit ihnen zu haben. Er bedauerte, dass seine Äußerungen den Frauen Kummer bereitet hätten.

Wie Franks mitteilte, müssen er und seine Frau mit Unfruchtbarkeit fertig werden. Er ist Vater von Zwillingen, die per Leihmutter zur Welt gekommen sind. Eine frühere Mitarbeiterin von Franks sagte der Nachrichtenagentur AP, der Abgeordnete habe sie wiederholt gedrängt, sein Kind auszutragen. Zu einem Zeitpunkt habe er ihr fünf Millionen Dollar dafür angeboten, sagte sie.

Im Laufe dieser Woche waren bereits die demokratischen Abgeordneten Al Franken und John Conyers wegen des Verwurfs sexueller Belästigung zurückgetreten.

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