US-Amerikaner enthauptet
Hoffnung für Geiseln im Irak sinkt

Im Irak sind die Hoffnungen auf Freilassung dreier von Extremisten entführten Ausländer nach der Enthauptung eines US-Amerikaners rapide gesunken. Die Sorge um zwei Ausländer, die sich in der Gewalt derselben Terrorgruppe befinden, nahm dementsprechend zu.

HB BAGDAD. Der Sohn der britischen Geisel Kenneth Bigley drängte Premierminister Tony Blair am Dienstag, die Forderungen der Kidnapper zu erfüllen, um seinem Vater und dem Amerikaner Jack Hensley den grausamen Tod von Eugene Armstrong zu ersparen. Dessen Ermordung hatte der jordanische Extremist Abu Mussab al Sarkawi am Montagabend im Internet bekannt gegeben, die Leiche wurde am Dienstag in Bagdad gefunden.

„Ich habe Blair persönlich gebeten, das schon vergossene Blut zu bedenken“, sagte Craig Bigley. „Bitte erfüllen Sie die Forderungen und befreien Sie meinen Vater: Zwei Männer für zwei Frauen. Sie haben auch Kinder und werden verstehen, wie ich mich fühle.“ In dem Video der Sarkawi-Gruppe Tauhid und Dschihad vom Montag, in dem die Enthauptung Armstrongs zu sehen ist, bekräftigten die Kidnapper ihre Forderung nach Freilassung der zwei irakischen Frauen, die in Gefängnissen der Besatzungsmächte sitzen. Andernfalls würde am Dienstag eine zweite Geisel getötet.

Die US-Streitkräfte halten nach eigenen Angaben nur zwei Irakerinnen fest, darunter die Wissenschaftlerin Rihab Raschid, die wegen ihrer Arbeit an biologischen Waffen als „Dr. Germ“ (zu deutsch: Dr. Keim) bekannt wurde.

In Bakuba nördlich von Bagdad explodierte am Montag eine Bombe und tötete eine Person. Der Sprengsatz detonierte wenige Sekunden, nachdem ein Polizeiwagen vorübergefahren war. Zwei Polizisten wurden verletzt, am schwersten wurde das nachfolgende Auto beschädigt. Darin wurden nach Polizeiangaben ein Mann getötet und vier Frauen verletzt, eine lebensgefährlich.

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