US-Arbeitsmarkt
Obama fordert mehr Engagement der Industrie

Die Taschen sind leer, doch die Hoffnung ist groß: US-Präsident Obama erteilte beim Jopgipfel im Weißen Haus neuerlichen Konjunkturprogrammen eine Absage und forderte stattdessen mehr Engagement der Unternehmen, um Arbeitsplätze zu erhalten. Doch schon am heutigen Tag wird der Staatschef mit der harten Realtität konfrontiert werden.
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HB WASHINGTON. Das gigantische Haushaltsloch der USA wird nach Ansicht von Präsident Barack Obama den Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit erheblich erschweren. „Ich bin offen für jede gute Idee“, sagte er während eines von ihm einberufenen „Job-Gipfels“ am Donnerstag in Washington. „Aber unsere Ressourcen sind begrenzt.“ Auf der Konferenz diskutierten mehr als hundert Unternehmer, Gewerkschafter und Ökonomen über Wege aus der US-Jobkrise.

Der Kongress debattiert derzeit über mögliche weitere Konjunkturhilfen, um die Lage auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Obama machte jedoch bereits klar, dass er Schritte ablehnt, die das Loch im Staatsetat noch weiter vergrößern würden. Das US-Haushaltsdefizit war wegen der gewaltigen Aufwendungen im Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise im Steuerjahr 2009 auf 1,4 Billionen Dollar (rund 933 Milliarden Euro) geklettert.

Obama sprach sich dagegen auf dem Job-Gipfel für maßgeschneiderte Hilfen aus. „Wir können jetzt keine schlecht beratenen Entscheidungen treffen“, sagte er am Donnerstag. „Wir müssen gezielt vorgehen. Wir müssen kreativ sein.“

Die US-Arbeitslosenquote war im Oktober auf 10,2 Prozent geklettert, der höchste Stand seit mehr als 26 Jahren. An diesem Freitag legt die Regierung die Daten für November vor. Ökonomen rechnen mit einem Verlust von 100.000 weiteren Stellen. Allerdings erwarten Experten auch eine unveränderte Quote.

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