US-Armee will neue Erkenntnisse haben
Saddam-Vertrauter steckt angeblich hinter Anschägen

Die Hinweise auf eine direkte Verwicklung von Issat Ibrahim, einem der engsten Vertrauten des gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein, in die Gewalt gegen die Besatzungstruppen verdichteten sich. Die US-Armee im Irak hat nach eigenen Angaben neue Erkenntnisse dafür.

HB BAGDAD. „Uns erreichen immer neue Informationen, die daraufhin deuten, dass er direkt in die Tötung von einigen Soldaten der verbündeten Streitkräfte (im Irak) verwickelt war“, sagte ein Armeesprecher am Montag in Bagdad auf einer Pressekonferenz. Ibrahim ist die Nummer Sechs auf der Liste der 55 meist gesuchten ehemaligen irakischen Führungskader. Ibrahim war im Führungsgremium Revolutionären Kommandorat die Nummer Zwei und galt als besonders rücksichtsloser Gefolgsmann Saddams.

Der US-Geheimdienst CIA teilte unterdessen mit, die Analyse eines angeblich von Saddam stammenden Tonbands sei ergebnislos geblieben. Die Tonqualität sei so schlecht, dass nicht mit Bestimmtheit zu sagen sei, ob die Stimme auf dem Band von dem irakischen Ex-Präsidenten stamme. Das Saddam zugeschriebene Band war am Sonntag von dem arabischen Sender El Arabija ausgestrahlt worden. Die Stimme auf dem Band hatte die Iraker zum Widerstand gegen die Besatzungstruppen aufgefordert.

Die USA machen ausländische Kämpfer und Anhänger Saddams für die fast täglichen Anschläge auf US-Soldaten und ihre Verbündeten in dem besetzten Golfstaat verantwortlich. Nach US-Angaben wurden am Montag bei zwei weiteren Anschlägen nahe der nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Balad zwei US-Soldaten getötet. Ein Armeesprecher sagte, ein Soldat sei getötet und zwei seiner seien Kameraden verwundet worden, als sie in einen Hinterhalt geraten und mit Granaten und Schusswaffen angegriffen worden seien. Wenige Minuten später sei nicht weit entfernt ein Soldat bei einem Gefangenentransport durch eine am Straßenrand versteckte Bombe getötet worden.

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