US-Außenminister John Kerry
„Ich bin Brüsseler“

US-Außenminister Kerry hat bei seinem Brüssel-Besuch Belgien und Europa amerikanische Unterstützung im Kampf gegen den Terror zugesichert. Belgien will sich im Gegenzug wieder stärker militärisch in Syrien engagieren.

BrüsselDrei Tage nach den Selbstmordattentaten in Brüssel hat US-Außenminister John Kerry Belgien und Europa amerikanische Unterstützung im Kampf gegen den Terror zugesichert. „Wir werden jede erforderliche Hilfe leisten, um diese abscheulichen Taten aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen“, sagte er bei einem kurzfristig angesetzten Besuch in der belgischen Hauptstadt. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA hätten Europäer mit dem Satz „Ich bin Amerikaner“ ihre Solidarität erklärt. Nun sage er für die USA: „Ich bin Brüsseler“.

Kerry bestätigte, dass bei den Selbstmordattentaten in der belgischen Hauptstadt mindestens zwei US-Bürger ums Leben kamen.

Als Schlüsselelement für den Kampf gegen den islamistischen Terrorismus nannte Kerry die Zerstörung des sogenannten Islamischen Staates (IS) in Syrien und im Irak. Dieser hat sich zu den Anschlägen in Brüssel bekannt. „Ich bin absolut zuversichtlich, dass wir erfolgreich sein werden“, sagte Kerry zu den Bemühungen der internationalen Anti-IS-Koalition.

Der belgische Premierminister Charles Michel kündigte am Rande eines Gespräches mit Kerry an, Belgien ziehe eine zusätzliche Unterstützung der US-geführten Koalition gegen den IS in Erwägung. Es werde entsprechende Gespräche in der Regierung und im Parlament geben. Nach bisherigen Absprachen wird Belgien im Sommer wieder F-16-Kampfjets für Angriffe gegen den IS im Irak zur Verfügung stellen.

Auf dem Programm von Kerry in Brüssel standen neben dem Treffen mit Michel auch ein Empfang bei König Philippe sowie eine Kranzniederlegung am Flughafen. Nach seiner Ankunft hatte er EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker getroffen.

Bei Selbstmordattentaten am Brüsseler Flughafen sowie in einer Metro waren am Dienstag insgesamt 31 Menschen ums Leben gekommen, rund 300 weitere wurden verletzt. Wenige Tage nach den Attentaten von Paris im November hatte Kerry auch Frankreich besucht.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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