US-Außenminister Kerry
Eine Allianz gegen den Terror

Für US-Außenminister Kerry sind die Taten der Terrorgruppe IS „Völkermord“. Unter Führung der USA will er eine Allianz die „diese Plage besiegen“ kann schmieden. Dabei setzen die USA neben Europa auch auf Saudi-Arabien.
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WashingtonUS-Außenminister John Kerry hat zur Bildung einer weltweiten Allianz gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) aufgerufen und deren Gewalttaten in Syrien und dem Nordirak mit gezieltem „Völkermord“ verglichen. In einem Gastbeitrag für die „New York Times“ warb Kerry am Freitag für eine „gemeinschaftliche Antwort unter Führung der Vereinigten Staaten und mit dem größtmöglichen Bündnis an Nationen“.

Zusätzlich zum militärischen Druck auf den IS bedürfe es auch politischer, wirtschaftlicher und humanitärer Unterstützung sowie der Hilfe von Geheimdiensten.

Gemeinsam mit US-Verteidigungsminister Chuck Hagel werde er am Rande des bevorstehenden Nato-Gipfels in Wales europäische Verbündete treffen, um solch ein Bündnis zu schmieden, schrieb Kerry weiter. US-Präsident Barack Obama werde dem UN-Sicherheitsrat im September zudem einen Plan vorlegen, wie den Dschihadisten am besten beizukommen sei.

Die USA würden ihre turnusmäßige Ratspräsidentschaft auch dazu nutzen, über das Gefahrenpotenzial ausländischer Kämpfer zu beraten, die radikalisiert und schlachterfahren aus Krisengebieten zurückkehrten.

Nach dem Nato-Gipfel wollen Kerry und Hagel demnach im Nahen Osten bei den „am meisten bedrohten Ländern“ der Region um Unterstützung werben. "Wir werden nicht zulassen, dass sich der Krebs des IS auf andere Länder ausbreitet", schrieb Kerry. „Die Welt kann es mit dieser Plage aufnehmen und sie schlussendlich besiegen.“

Auf den traditionellen US-Verbündeten Saudi-Arabien kann Washington dabei offenbar zählen. König Abdallah warnte am Samstag davor, dass die „abscheulichen“ Verbrechen der Dschihadisten bald auch westliche Ziele treffen könnten. Saudiarabischen Medienberichten zufolge sagte der Monarch: „Der Terrorismus kennt keine Grenzen, und seine Gefahr können auch mehrere Länder außerhalb des Nahen Ostens zu spüren bekommen.“

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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