US- Außenminister
Kerry fordert globales Einschreiten gegen IS

Der Außenminister der USA, John Kerry, hat in einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates die Welt zu einem geschlossenen Vorgehen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aufgefordert. Sie sei eine Gefahr für alle.
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New YorkDie USA haben sich für eine „globale Kampagne“ im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat ausgesprochen. „Der IS stellt eine Gefahr für uns alle dar“, sagte US-Außenminister John Kerry am Freitag bei einer Sondersitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen.

Bei der Kampagne gehe es nicht nur um militärische Aspekte. „Jedes Land hat dabei eine Rolle zu spielen, auch der Iran.“ Die Angelegenheit sei dringend. „In einer Region, die schon so viel Gewalt erlebt hat, sind diese Terroristen einzigartig in ihrer Brutalität“, sagte Kerry. „Wir dürfen den Moment nicht verpassen.“ Der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi sagte der irakischen Regierung bei der Sitzung die Unterstützung seines Landes zu.

In einer gemeinsam verabschiedeten Erklärung verurteilte das mächtigste UN-Gremium die Tötungen, Vergewaltigungen, Entführungen und Folter der Terrormiliz auf das Schärfste. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, heißt es in dem Papier. Einige der Verbrechen „könnten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen“.

Frankreich hat unterdessen als erster Staat nach den USA Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak bombardiert. Kanzlerin Angela Merkel verteidigte das Nein zu einer Beteiligung Deutschlands an den Luftschlägen gegen die Islamisten. Im benachbarten Syrien nahmen IS-Extremisten derweil an der Grenze zur Türkei weitere Dörfer ein.

Es gehe nicht nur darum, an der vordersten Spitze bei militärischem Eingreifen mit dabei zu sein, sagte Merkel am Freitagabend auf dem Deutschlandtag der Jungen Union im bayerischen Inzell. Es gehe darum, „dass wir an der Seite unserer Verbündeten stehen“. Und politisches Handeln sei genauso wichtig wie die Luftschläge. „Ich glaube jedenfalls, wir werden unserer Verantwortung gerecht.“ Sie mache sich keinerlei Vorwürfe, dass dies nicht der Fall sein könnte.

Im Kampf gegen die IS-Extremisten forderte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) auch eine Beteiligung des Irans. „Bei allen Schwierigkeiten, die wir momentan mit dem Iran und seinem nuklearen Ehrgeiz noch immer haben, bin ich dennoch der Meinung, dass wir alle Nachbarn Syriens und des Irak einbinden sollten“, sagte Steinmeier am Freitag in New York. Nur dann könne der Versuch gelingen, der Bedrohung durch IS „einigermaßen Herr zu werden“.

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