US-Außenminister
Kerry nennt Klimawandel „Massenvernichtungswaffe“

Gemeinsam mit den großen asiatischen Volkswirtschaften wollen die USA den Klimaschutz voranbringen. In China verständigt sich Außenminister Kerry auf gemeinsames Handeln, in Indonesien warnt er vor der Erderwärmung.
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JakartaUS-Außenminister John Kerry hat in Indonesien den Klimaschutz zu einer der wichtigsten Herausforderungen der Politik erhoben. Der Klimawandel sei die „beängstigendste“ Massenvernichtungswaffe der Welt und daher müsse dringend gehandelt werden, sagte er am Sonntag bei einer Rede in Jakarta. Am Vortag hatte er in China erfolgreich für einen gemeinsamen Kampf gegen die Erderwärmung geworben und die Regierung in Peking für eine engere Zusammenarbeit gewonnen.

Bei seinem Vortrag in Indonesien ging Kerry mit Leugnern des Klimawandels hart ins Gericht. „Wir haben einfach keine Zeit, um ein paar lautstarke Interessengruppen die Debatte an sich reißen zu lassen“, sagte er vor Studenten und ranghohen Vertretern aus Staat und Zivilgesellschaft. Dabei bezog er sich auf „große Unternehmen“, die keinen Wandel anstrebten und kein Geld ausgeben wollten.

Eine kleine Gruppe „schlechter Wissenschaftler und Ideologen“ dürfe nicht wissenschaftliche Tatsachen infrage stellen, sagte er. „Die Wissenschaft ist unmissverständlich und jene, die sich weigern zu glauben, stecken lediglich die Köpfe in den Sand“, sagte er und verglich die Leugner des Klimawandels mit denen, die im Mittelalter glaubten, dass die Erde eine Scheibe ist. Kerry erklärte, die wirtschaftlichen Kosten des Klimawandels würden die Ausgaben für dessen Bekämpfung übersteigen. Wörtlich sage er: „In gewisser Weise kann der Klimawandel jetzt als eine weitere Massenvernichtungswaffe betrachtet werden, vielleicht sogar als die fürchterlichste Waffe der Welt.“

Zuvor hatte Kerry China besucht und dort am Samstag für gemeinsames Handeln gegen die Erderwärmung geworben. Washington und Peking würden „erheblich zum Erfolg globaler Anstrengungen 2015 beitragen, um dieser Herausforderung zu begegnen“, hieß es in einer Erklärung beider Regierungen.

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Internationales Abkommen bis 2015 angestrebt

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