US-Außenminister Kerry Südsudans Präsident zu Friedensgesprächen bereit

US-Außenminister Kerry besucht überraschend den Südsudan. Er will den Friedensprozess voranbringen. Präsident Kiir versichert zumindest seine Bereitschaft zu Gesprächen und seinen Willen zum Kompromiss.
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US-Außenminister John Kerry und Südsudans Präsident Salva Kiir Mayardit: Auf der ersten Station seiner Afrikareise hatte Kerry am Donnerstag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba gewarnt, dass im Südsudan sogar ein „Völkermord“ drohen könnte. Quelle: Reuters

US-Außenminister John Kerry und Südsudans Präsident Salva Kiir Mayardit: Auf der ersten Station seiner Afrikareise hatte Kerry am Donnerstag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba gewarnt, dass im Südsudan sogar ein „Völkermord“ drohen könnte.

(Foto: Reuters)

JubaDer südsudanesische Präsident Salva Kiir ist nach den Worten von US-Außenminister John Kerry zu Friedensgesprächen mit Rebellenführer Riek Machar bereit. Dabei solle es um die Durchsetzung des Waffenstillstandsabkommens und die Formierung einer Übergangsregierung gehen, sagte Kerry am Freitag in der Hauptstadt Juba laut der sudanesischen Radiostation Tamazuj. Er habe Kiir gedrängt, alles zu tun, „um die Gewalt zu beenden und den Prozess des nationalen Dialogs“ zu beginnen. Der südsudanesische Präsident habe ihm versichert, sich dafür einzusetzen, so Kerry.

Der US-Außenminister hatte am Freitag überraschend seinen Afrikabesuch zu einem Zwischenstopp im Krisenstaat Südsudan genutzt. Kerry wollte nach den Worten seiner Sprecherin Jen Psaki beide Konfliktparteien zu einer strikten Einhaltung des Waffenstillstandsabkommens drängen. Die Behörden des nordostafrikanischen Staates sollten zum Schutz der Zivilbevölkerung auch eng mit den Vereinten Nationen und mit Hilfsorganisationen zusammenarbeiten.

Auf der ersten Station seiner Afrikareise hatte Kerry am Donnerstag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba gewarnt, dass im Südsudan sogar ein „Völkermord“ drohen könnte. Das würde die internationale Gemeinschaft „ernsthaft herausfordern“. Sollten die ethnisch bedingten Kämpfe nicht beendet werden, drohten Sanktionen gegen die politisch Verantwortlichen in dem erst 2011 unabhängig gewordenen Staat. Seit Ausbruch der Kämpfe vor einem halben Jahr sind etwa eine Million Menschen geflohen, viele Tausend sind Schätzungen zufolge getötet worden.

Kery will auf seiner Reise bis zum Montag noch die Demokratische Republik Kongo und Angola besuchen. In Kinshasa ist ein Treffen mit Präsident Joseph Kabila geplant, bei dem es vor allem um die Konflikte im Osten es zentralafrikanischen Staates gehen soll.

  • dpa
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