US-Außenminister
Tillerson besucht überraschend Afghanistan und Irak

Nach seinem nicht angekündigten Besuch in Afghanistan hat Rex Tillerson auch im Irak Station gemacht. Dort sprach der US-Außenminister mit Regierungsvertretern über die kurdische Unabhängigkeitsbewegung.
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Kabul/IslamabadUS-Außenminister Rex Tillerson hat überraschend Afghanistan und den Irak besucht. In Kabul traf er am Montag mit Präsident Aschraf Ghani zusammen, wie die US-Botschaft in der afghanischen Hauptstadt mitteilte. Anschließend kam Tillerson in Bagdad mit Premier Haidar al-Abadi zusammen.

Tillerson rief dort nach Angaben seines Ministeriums zu einem weiterhin geeinten Irak auf. Er sei über die jüngsten Differenzen zwischen Kurden und Zentralregierung besorgt und „etwas betrübt“, sagte Tillerson laut einer Mitteilung.

Beide Seiten seien Freunde der USA, sagte Tillerson, und sollten einen Dialog beginnen. „Ich denke, wenn sich beide Parteien auf einen geeinten Irak verständigen, im Sinne der irakischen Verfassung, können alle Schwierigkeiten angegangen und die Rechte von allen respektiert werden.“

In Kabul bekräftigten Tillerson und Ghani ihre Absicht, Frieden, Stabilität und langfristigen Wohlstand in Afghanistan zu schaffen. Tillerson habe erklärt, dass die neue US-Strategie darauf abziele, Terroristen sichere Rückzugsorte zu verwehren, hieß es in der Mitteilung weiter.

Die US- und die afghanische Regierung werfen vor allem Pakistan vor, die radikalislamischen Taliban und das mit ihnen verbündete brutale Hakkani-Netzwerk zu unterstützen und in Pakistan zu beherbergen.

Am Dienstag wird Tillerson in Pakistan sein und laut Quellen aus dem pakistanischen Außenministerium unter anderem Ministerpräsident Shahid Khaqan Abbasi und Außenminister Khawaja Asif treffen. Man freue sich auf den Besuch und sei willens, mit den USA wieder gute Beziehungen aufzunehmen, „nach einer kurzen Störung nach der Bekanntgabe der neuen regionalen Strategie der USA“, sagte eine Quelle.

US-Präsident Donald Trump hatte Pakistan mit ernsthaften Konsequenzen gedroht, sollten sie ihre Hilfe für die Taliban nicht einstellen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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