US-Außenminister Tillerson USA erwägen Präventivschlag gegen Nordkorea

Bei einem Besuch in Südkorea droht US-Außenminister Rex Tillerson dem Nachbarstaat: Sollte das nordkoreanische Atomprogramm weiterentwickelt werden, könnten die USA eingreifen. Mit Waffengewalt.
Update: 17.03.2017 - 11:53 Uhr 9 Kommentare
Der US-Außenminister ändert den Ton im Umgang mit Nordkorea. Quelle: AP
Rex Tillerson

Der US-Außenminister ändert den Ton im Umgang mit Nordkorea.

(Foto: AP)

SeoulUS-Außenminister Rex Tillerson hat einen Präventivangriff gegen Nordkorea nicht ausgeschlossen. Es könnte möglich sein, dass die USA vorbeugende militärische Schritte ergreifen müssten, wenn die Bedrohung durch das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm eine Stufe erreiche, die ein Handeln erfordere, sagte Tillerson am Freitag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Zuvor hatte er die militarisierte Grenzzone zwischen den beiden Koreas besucht.

Die "strategische Geduld" der USA mit dem kommunistischen Land sei am Ende, so Tillerson. Stattdessen würden im Einvernehmen mit Südkorea neue Sicherheitsmaßnahmen und diplomatische Vorgehensweisen erarbeitet. Auf Nachfrage bestätigte Tillerson, dass dies auch ein militärisches Vorgehen einschließen könnte. Das gemeinsame Ziel der USA und Südkorea sei eine vollständige nukleare Abrüstung Nordkoreas.

„Alle Optionen liegen auf dem Tisch“, sagte Tillerson auf die Frage, ob militärische Maßnahmen gegen Pjöngjang eine Möglichkeit für die USA darstellten. Sein Land wolle keinen militärischen Konflikt. Sollte Nordkorea jedoch mit seinen Aktivitäten südkoreanische oder amerikanische Truppen bedrohen, werde es eine „angemessene Reaktion“ geben.

Eine Rakete für den Diktator
Kim Jong-Un lässt sich von seinem Militär feiern
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Kim Jong-Un lässt die Raketentests in Nordkorea gut inszenieren: Hier feiert der Diktator am Tag nach dem nordkoreanischen Raketenabschuss im vergangenen Sommer seinen bisher „größten Erfolg“.

Abschuss der Rakete
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In einer Augustnacht hatte ein nordkoreanisches U-Boot die Testrakete vor der Ostküste des Landes abgefeuert. Laut Militär flog die Rakete knapp 500 Kilometer weit, bevor sie im japanischen Meer versank.

Die Propaganda läuft
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Am Tag nach dem Raketentest folgt die Provokation: Nordkorea habe die Ausrüstung, um einen nuklearen Angriff zu starten – auch auf das amerikanische Festland, verkündet Kim Jong-Un im Staatsfernsehen.

Nachbarländer kritisieren den Start
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Der Raketentest hatte insbesondere bei den Nachbarn Japan, China und Südkorea heftige Kritik ausgelöst. Uno-Resolutionen verbieten dem kommunistischen Regime in Pjöngjang Tests ballistischer Flugkörper.

„Volle Fähigkeit für einen Atomangriff"
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Nordkorea habe sich dem Abschuss der ballistischen Rakete „in die erste Reihe der Militärmächte eingefügt, die die volle Fähigkeit für einen Atomangriff haben“, wurde der Machthaber Nordkoreas zitiert.

Nordkorea wird schlagkräftiger
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Gute Laune bei Kim Jong-Un und seinen Militärs: Nordkorea habe offenbar technische Fortschritte gemacht, hieß es auch aus dem Nachbarland Südkorea.

Kim Jong-Un droht mit nuklearem Erstschlag
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Der Test erfolgte nur zwei Tage nach dem Beginn jährlicher Militärübungen der USA mit Südkorea. Im Vorfeld drohte Nordkorea „beim kleinsten Anzeichen einer Aggression“ mit einem nuklearen Erstschlag.

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9 Kommentare zu "US-Außenminister Tillerson: USA erwägen Präventivschlag gegen Nordkorea"

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  • @ Frau ke Schludewig

    So bedeutend und deshalb interessant sind die wirtschaftlichen Ressourcen in Syrien nicht, als das sich damit die Unterstützung und Schaffung des IS in Syrien begründen ließe.

    Da waren wohl sehr viel geostrategische Interessen (Beseitigung russischer Militärbasen inkl. maritimer Zugang zum Mittelmehr) der tatsächliche Grund.

  • Northkorea is best Korea! ;-)

  • So, die lieben Trump-Verehrer, wie war das jetzt mit der bösen "Kriegstreiberin" Clinton?

    Was haben die USA mit Nordkorea zu schaffen? Nichts.

    Ist Nordkorea eine Bedorhung für die USA? Nein.

    Ergo: man droht mit einem weiteren unrechtmäßigen Angriffskrieg à la Bush/Rumsfeld - als ob man nicht im Nahen Osten schon genug Unheil angerichtet hätte.

    Und sowas findet AfD-Fan Hofmann natürlich wieder toll.

  • Ich wusste gar nicht, dass es in Nordkorea wertvolle Ressourcen gibt, für die sich ein Krieg lohnt. Das ist doch wohl der einzige Grund, warum Nordkorea bis heute in Ruhe gelassen wurden.
    Ölvorkommen und die noch in eigener Währung verkaufen wollen = Angriff der USA auf dieses Land.
    Es gibt genügend Beispiele...


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Die USA ist wieder bereit Stärke gegen Diktaturen zu zeigen.

  • Mit Praeventivschlaegen laesst sich jede Agression rechtfertigen - wie bei den Nazis
    gegen Polen und Russland oder im 2. Irak-Krieg. Die UN muessen solche Absichten
    energisch verurteilen.

  • Ein weiterer Beweis, wie wichtig es ist, als souveräner Staat seine Verteidigungsbereitschaft stets so hoch zu halten, dass es jedem Angreifer weh tun würde, die Landesgrenzen zu überschreiten.

  • Die Amerikaner könnten alle Raketen abschiessen die Richtung Japan fliegen ,bevor die ihr Ziel erreichen im Japanischen Meer. So gibt es keine erfolgreichen Tests dieser Raketen. Ein Angriff auf Nordkorea wird es wohl nicht geben, dass wäre
    gegenüber China nicht klug.

    Als zweite Lösung die Einladung von Kim Jong in ein Land wo er nicht Misstrauisch wird und dann Nordkorea von ihm befreien. Gab es alles schon im kalten krieg.

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