US-Autobauer
Obama glaubt an GM-Zukunft

US-Präsident Barack Obama ist zuversichtlich, dass die angeschlagene Opel-Mutter General Motors (GM) nach der Sanierung wieder auf den Erfolgsweg zurückfindet. In einem Interview äußerte er sich optimistisch zu der Zukunft von GM nach einer Sanierung.

HB WASHINGTON. Der existenzbedrohte US-Autobauer General Motors (GM) wird nach ein Einschätzung von Präsident Barack Obama aus einer Umstrukturierung deutlich gestärkt hervorgehen. Er hoffe, dass die Opel-Mutter wie auch Konkurrent Chrysler nach einer Neuaufstellung "schlanker, angriffslustiger und wettbewerbsfähiger" würden, betonte Obama in einem Interview des US-Fernsehsenders C-Span, das am Samstag ausgestrahlt werden sollte. Er sagte aber nicht, ob General Motors dafür in die Insolvenz gehen muss. Chrysler steckt bereits seit drei Wochen in einem solchen Verfahren.

"Ich denke, am Ende wird GM als starkes Unternehmen dastehen und dass wir die Wende schaffen, sobald sich die Wirtschaft erholt und wir die Restrukturierung abgeschlossen haben", erklärte der Präsident. Er unterstrich sein Ziel, dass sich die Regierung sobald als möglich aus dem Autoindustrie zurückziehe.

GM erhält unterdessen weitere vier Mrd. Dollar (2,9 Mrd Euro) vom Staat. Das teilte das Unternehmen am Freitag (Ortszeit) mit. Damit hat die Opel-Mutter bereits 19,4 Mrd Dollar Hilfen von der US-Regierung erhalten. Noch vor kurzem hatte GM einen Bedarf von 2,6 Mrd. Dollar noch vor dem 1. Juni angekündigt. Nun seien jedoch weitere Hilfen in Höhe von 1,4 Mrd Dollar nötig geworden, hieß es. Dafür verringere sich der erwartete Bedarf für den Zeitraum nach dem 1. Juni von ursprünglich neun auf 7,6 Mrd Dollar.

Die Regierung in Washington hat dem Unternehmen bis Ende des Monats eine Frist gesetzt, ein tragfähiges Unternehmenskonzept vorzulegen und sich mit den Gläubigern über eine Schuldenregelung zu einigen. Ansonsten droht die Insolvenz. Sie wäre der letzte mögliche Sanierungsweg mit massiven Folgen für die deutsche Tochter Opel.

Zuletzt hatte es für GM einen Rückschlag im Kampf des Unternehmens gegen ein Insolvenzverfahren gegeben: Die größten Gläubiger des angeschlagenen US-Autobauers unterstrichen am Freitag ihre Ablehnung eines Sanierungsplans, der ihnen eine künftige Beteiligung von zehn Prozent am Unternehmen im Tausch für einen Verzicht auf ihre Forderungen einräumt. GM steht bei Gläubigern mit rund 27 Mrd. $ (rund 19 Mrd Euro) in der Kreide. Nach Unternehmensangaben müssen bis zu diesem Dienstag 90 Prozent der Gläubiger den Plan billigen, um eine Insolvenz abzuwenden.

Am Donnerstag hatte sich GM hingegen bereits mit den Gewerkschaften über milliardenschwere Forderungen im Zusammenhang mit dem Gesundheitsfonds für Betriebsrentner geeinigt. Auch bei den Lohnkosten gab es Zugeständnisse.

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