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US-Autobranche: Obama stellt GM 60-Tage-Ultimatum

US-Präsident Barack Obama hat der Opel-Mutter General Motors (GM) ein Ultimatum von 60 Tagen gestellt, um ein tragfähiges Sanierungskonzept vorzulegen. Erst dann werde die Regierung über mögliche weitere Milliardenhilfen entscheiden. Und auch bei Chrysler zog die US-Regierung die Daumenschraube an – mit erstem Erfolg.

US-Präsident Obama gibt GM 60 Tage Zeit. Quelle: dpa
US-Präsident Obama gibt GM 60 Tage Zeit. Quelle: dpa

HB WASHINGTON. Ultimatum für die Opel-Mutter General Motors: US-Präsident Barack Obama gewährt dem ums Überleben ringenden Autobauer zum letzten Mal 60 Tage Zeit, um ein neues Sanierungskonzept vorzulegen. Die bisherigen Pläne seien nicht überzeugend genug, „um zusätzliche Investitionen aus Steuergeldern zu rechtfertigen“.

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Bis Ende Mai gibt es lediglich staatliche Überbrückungs-Kredite. Als ersten Schritt für einen Neuanfang zwang die Regierung GM-Chef Rick Wagoner zum sofortigen Rücktritt. Sein Nachfolger ist Konzernvize Fritz Henderson (50), der bereits als ehemaliger Europa-Chef drastische Sparmaßnahmen durchgesetzt hatte.

Zwar sieht Obama echte Chancen für ein Überleben von GM. „Ich bin überzeugt, dass GM wiederaufsteigen kann, vorausgesetzt, dass GM eine grundsätzliche Umstrukturierung durchmacht“, sagte Obama am Montag in Washington. Die bisher vorgelegten GM-Sanierungspläne seien aber nicht ausreichend. Zugleich warnte er aber: Falls nicht bis Ende Mai ein tragfähiges Konzept vorlegt, bleibt nur noch der Weg in die Insolvenz.

Henderson kündigte an, der Konzern werde „rund um die Uhr“ an der Erfüllung der Forderungen der Regierung für weitere Milliardenhilfen arbeiten.

Für den taumelnden Autohersteller Chrysler sieht Obama dagegen keine Chance, alleine zu überleben. Die frühere Daimler-Tochter erhält 30 Tage Zeit, um einen Plan vorzulegen, um die angestrebte Partnerschaft mit dem italienischen Autobauer Fiat unter Dach und Fach zu bringen. Dieser Forderung kam Chrysler nach und erklärte am Montagmittag, sich auf eine Kooperation mit Fiat geeinigt zu haben. Das US-Finanzministerium werde die Allianz unterstützen, sagte Chrysler-Chef Bob Nardelli. Es gelte jedoch weitere Hürden zu überwinden, fügte er hinzu. „Diese Allianz wird nicht nur Chrysler finanziell stärken, sondern auch helfen, amerikanische Jobs zu sichern, Chryslers Anstrengungen zu beschleunigen, effizientere, Spritsparende Autos zu entwickeln und dazu führen, dass die US-Steuergelder früher zurückgezahlt werden“, kommentierte Fiat-Chef Sergio Marchionne seinerseits die Allianz. Er sei überzeugt, dass die ökologische Technologie und die Palette an Automobilen mittlerer bis kleiner Größe des Fiat-Konzerns bei dem Wiederaufbau einer Vertrauensbeziehung zwischen Chrysler und den amerikanischen Verbrauchern eine große Rolle spielen werden. Die Verhandlungen mit der Task Forse von Obama seien „hart, aber fair“ gewesen, sagte Marchionne. Die Italiener sollen Chrysler mit dringend benötigten kleinen Modellen und spritsparenden Motoren versorgen. Dann sei Washington bereit, bis zu sechs Mrd. Dollar (4,5 Mrd Euro) für eine Sanierung zu zahlen.

Dagegen nannte Obama keinerlei Zahlen für mögliche Staatshilfen für eine GM-Sanierung. GM braucht nach eigenen Rechnungen zunächst insgesamt 30 Mrd. Dollar (22,7 Mrd Euro) zur Sanierung, bisher hat der Konzern 13,4 Mrd. erhalten. Nach bisherigen Plänen will GM 47 000 Jobs streichen, davon 26 000 außerhalb der USA. Die Bundesregierung betont, sie sei zu Hilfen für Opel nur dann bereit, wenn GM ein endgültiges Sanierungskonzept vorlegt.

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