US-Autor
Rifkin empfiehlt Deutschland als Modell

Jeremy Rifkin sieht in Deutschland ein geeignetes Modell, um neues Wachstum zu erzeugen. Die europäische Integration könne voran kommen, wenn Deutschland sein Modell auf die EU übertragen könne.
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DüsseldorfDer amerikanische Erfolgsautor Jeremy Rifkin rät den Europäern in einem Gastkommentar für das Handelsblatt, den Schuldenabbau mit einer Perspektive für neues Wachstum zu verbinden. Denn die verbesserte Aufsicht über die Finanzmärkte und die unmittelbare Stabilisierung der Eurozone würden nicht reichen, um die Zukunft der EU zu sichern: "Schuldenabbau und Fiskalreformen allein können die Wirtschaft nicht beleben." schreibt Rifkin. 
Der Leiter der Foundation on Economic Trends schreibt im Handelsblatt, in Deutschland spüre man "einen frischen Wind wirtschaftlichen Wandels, während andere Länder sich panisch vor einer neuen Rezession fürchten".

Die Bundesregierung erprobe zusammen mit sechs Versuchsregionen die Einführung eines „Energie-Internets“, das es später Tausenden Unternehmen und Millionen Haushalten ermöglichen soll, zu Erzeugern zu werden, Energie in Form von Wasserstoff zu speichern und über ein intelligentes Netz zu teilen, "so wie wir heute bereits Informationen online austauschen." 
Daran knüpft Rifkin seine Überlegungen für eine Wachstumsperspektive für die ganze EU: "Wenn es der Bundesrepublik gelänge, dieses neue Modell der Industrie auf die EU und deren Partnerregionen in Nordafrika und im Mittelmeerraum zu übertragen, würde die europäische Integration einen großen Schritt vorankommen." Die Chance sei sehr groß, da  die EU verbunden mit den Regionen im Mittelmeerraum und Nordafrika der größte und reichste Markt der Welt werden könne"Der Schlüssel dafür wird die gemeinsame Schaffung einer „grünen“ Infrastruktur sein, die nicht nur ein Stromnetz umfasst, sondern auch die damit verbundene Kommunikationstechnologie und die Verkehrsverbindungen. Auf diese Art könnte die Politische Union Europas Form annehmen." urteilt Rifkin.

Thomas Hanke
Thomas Hanke
Handelsblatt / Korrespondent in Paris

Kommentare zu " US-Autor: Rifkin empfiehlt Deutschland als Modell"

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  • Günter Keil schreibt in Novo-Argumente und im Science-Skeptikal-Blog einen sehr lesenswerten Beitrag über Hybridkraftwerke, da geht es auch um die Umwandlung von überschüssigen Windstrom in Wasserstoff etc. Er kommt bei dieser Technik auf einen Wirkungsgrad von 19%. Unbedingt lesenswert. Aber solche Kleinigkeiten interessieren einen Rifkin nicht.

  • noch so ein dampfplauderer und wolkenschieber,der uns nen goldnen streifen an den horizont schwätzt.

    solange man das auto stehen lassen ,die heizung runterdrehen,lichter ausknipsen kann und nicht einsehen will,daß unser wachstum geschichte und besitz ungleich verteilt ist sollte herr rifkin nachsitzen.

    früher ham sie uns erzählt,daß tunnels zielgerichtet mit atomexplosionen erschaffen würden,ohne planabweichung.

    was hat uns früher herrman kahn alles erzählt....

  • schon ein herr kostolany wusste: der trick es es zum richtigen zeitpunkt auszusteigen. So soll es wohl auch genug leute gegeben haben, die mit der hindenburg geld verdient haben....

    Oder - um plakativer: man muss nicht Raucher sein, um als Zigarettenfabrikant Millionen zu scheffeln. Ja - ganz famos lebt es sich, ohne sein eigenes Produkt zu verinnerlichen....

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