US-Behörden gelassen - Bush liegt vorn
Bin Laden meldet sich vor US-Wahl zu Wort

Nur vier Tage vor der US-Präsidentschaftswahl hat Osama bin Laden eine neue Videobotschaft geschickt. Darin hat er weitere Terroranschläge in den USA andeutet. Die US-Sicherheitsbehörden sehen jedoch keine Notwendigkeit zu einer erhöhten Terror-Alarmstufe. Die Drohungen bin Ladens seien nicht nicht neu, sagte der Minister für Innere Sicherheit, Tom Ridge.

HB KAIRO/WASHINGTON. US-Präsident George W. Bush und sein demokratischer Herausforderer John Kerry betonten beide, sie wollten Bin Laden mit größter Härte verfolgen und zur Strecke bringen. In ersten Reaktionen werteten US- Kommentatoren die Botschaft Bin Ladens als vermutlich hilfreich für Bush, dem beim Kampf gegen den internationalen Terrorismus größere Kompetenz bescheinigt wird. Jüngste Umfragen von der Zeitschrift „Newsweek“ sowie der Sender CNN und Fox News sahen Bush übereinstimmend leicht vorne liegen.

Bin Laden wandte sich in dem vom arabischen Sender Al-Dschasira ausgestrahlten Bildern direkt an die Amerikaner und sagte, Bush hintergehe das Volk. „Die Gründe sind nach wie vor vorhanden, um zu wiederholen, was passiert ist“, drohte Bin Laden in Anspielung auf den 11. September. Er wolle den Amerikanern deshalb „den besten Weg zeigen, um ein zweites Manhatten zu verhindern“. Die Sicherheit der USA „liegt nicht in den Händen von Bush, Kerry oder El Kaida, sondern in Euren eigenen Händen...Staaten, die unsere Sicherheit nicht bedrohen, bleiben sicher.“, sagte er. Als Beispiel für einen Staat, der die Sicherheit der Muslime nicht bedrohe, nannte der Terroristenführer Schweden.

Der vor einem Pult stehende Bin Laden nannte als Motiv für die Anschläge vom 11. September die „israelisch-amerikanische Allianz... gegen unser Volk in Palästina und im Libanon“. „Die Idee, die Türme (in New York) anzugreifen, kam mir, als das Maß voll war und ich das Unrecht in Palästina und Libanon sah. (...) Was mich direkt berührt hat, geht auf das Jahr 1982 zurück, als Amerika Israel die Zerstörung Libanons erlaubte“, sagte Bin Laden. Aus seiner Sicht seien die Terroranschläge in den USA „ein Erfolg“ gewesen.

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