US-Debatte über Rassismus Kein Republikaner will Trump verteidigen

Um Donald Trump wird es immer einsamer: Der rechtskonservative Sender Fox hat trotz Bemühungen keinen Republikaner gefunden, der den Präsidenten in der Rassismus-Debatte verteidigt. Auch der Moderator wundert sich.
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Der US-Präsident verliert immer mehr Unterstützer. In der Rassismus-Debatte wollen ihn selbst seine Parteikollegen nicht vor den TV-Kameras verteidigen. Quelle: AP
Donald Trump

Der US-Präsident verliert immer mehr Unterstützer. In der Rassismus-Debatte wollen ihn selbst seine Parteikollegen nicht vor den TV-Kameras verteidigen.

(Foto: AP)

WashingtonTrotz hartnäckiger Versuche der Redaktion hat der rechtskonservative US-Sender Fox News nach eigenen Angaben keinen Republikaner auftreiben können, der die Äußerungen von US-Präsident Donald Trumps in der Rechtsextremismusdebatte verteidigen will. „Unser Buchungsteam hat Republikaner aller Lager aus dem ganzen Land kontaktiert“, sagte Moderator Shepard Smith am Mittwochabend (Ortszeit) in seiner Sendung. „Wir konnten niemanden bekommen, der herkommen und ihn (Trump) verteidigen wollte.“

Aus seiner Verwunderung machte der Moderator keinen Hehl – schließlich ist sein Sender nicht eben bekannt dafür, Republikaner und ihre politischen Positionen knallhart zu hinterfragen. „Lasst uns ehrlich sein: Republikanern macht es oft nichts aus, bei Fox News zu sein“, sagte Smith. Auch die bekannten Politiker, die den Präsidenten in der Debatte nach den Vorfällen in Charlottesville (Virginia) und Trumps Reaktion darauf verurteilten, hätten es vermieden, seinen Namen auszusprechen.

Am Samstag war bei rassistisch motivierten Ausschreitungen in Charlottesville eine Gegendemonstrantin von einem Auto erfasst und getötet worden. 19 Menschen wurden verletzt. Schon vorher war es zu Zusammenstößen gekommen. Trump gab beiden Seiten die Schuld an der Eskalation. „Es gab auf der einen Seite eine Gruppe, die schlimm war, und es gab auf der anderen Seite eine Gruppe, die ebenfalls sehr gewalttätig war“, sagte der Präsident. Auch vermied er es zunächst, Rassisten und Neonazis so zu nennen. Dafür wurde er scharf kritisiert. Erst zwei Tage später distanzierte sich Trump von Rassisten und dem Ku Klux Klan, US-Medien zufolge nur unter großem Druck enger Berater.

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  • dpa
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