US-Demokraten vor den Wahlen: Mehr als nur gegen Trump

US-Demokraten vor den Wahlen
Mehr als nur gegen Trump

2018 stehen in den USA wieder wichtige Wahlen an. Den Demokraten geht es darum, das US-Repräsentantenhaus von den Republikanern zu übernehmen. Was sie den Wählern vermitteln wollen, wissen sie aber noch nicht.
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New YorkAcht Monate ist es her, dass die Republikaner und Donald Trump die US-Wahlen dominierten - zum Teil, weil die Demokraten keine stringente Botschaft an die Wähler hatten. 2018 finden wieder Wahlen statt und die demokratische Partei hat noch keine Kernbotschaft, wie auch die Nummer vier der Demokraten im Repräsentantenhaus, Joe Crowley, eingesteht. „An dieser Botschaft wird gearbeitet“, teilte der Kongressabgeordnete aus New York vergangene Woche in einem Interview mit. Dass sie fehlt, obwohl die Republikaner aktuell mit Problemen zu kämpfen haben, verdeutlicht das Dilemma der Partei.

Die Demokraten wollen bei den Zwischenwahlen 2018 mindestens 24 von den Republikanern gehaltene Sitze im Repräsentantenhaus für sich gewinnen, um eine Mehrheit in der Kongresskammer zu bekommen. Zudem wollen sie auch in den Parlamenten einzelner US-Staaten den republikanischen Vorsprung reduzieren. Doch die Demokraten haben den Wählern noch nicht klar sagen können, wofür ihre Partei steht. Und das trotz eines Russland-Skandals um das Weiße Haus, eines historisch unbeliebten Gesundheitsgesetzesplans im Kongress und keiner großen republikanischen Gesetzeserfolge.

Einige Demokraten wollen sich hinter Forderungen nach einer Amtsenthebung des republikanischen Präsidenten stellen, da neue Beweise auf eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung hindeuten. Die demokratische Führung zögert jedoch, diesen Ansatz zu verfolgen, weil er nach ihrer Meinung nur republikanische Wähler stärkt. Andere wollen, dass sich die Demokraten auf die Pläne der Republikaner konzentrieren, Millionen von Amerikanern ihre Krankenversicherung zu nehmen.

„Die Demokratische Partei muss ihre Taktik verbessern“, sagte der nationale Parteivorsitzende Tom Perez vor kurzem in einer Rede. „Was ich von Leuten am meisten höre ist, „Tom, wir müssen nicht nur organisieren, sondern wir müssen klar artikulieren, wofür wir stehen“.“

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