US-Demokraten
Wirbel um Trumps Äußerungen zu Hackerangriff

Trump hat mit einem Aufruf an die russischen Geheimdienste, verschwundene E-Mails seiner Rivalin Clinton aufzuspüren, für Wirbel im Wahlkampf gesorgt. Die Mail-Affäre der Ex-Außenministerin ist eines seiner Hauptthemen.

WashingtonDer republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat Russland indirekt aufgefordert, die E-Mails seiner demokratischen Kontrahentin Hillary Clinton auszuforschen. „Russland, wenn ihr zuhört, hoffe ich, dass ihr die 30 000 E-Mails findet, die noch vermisst werden“, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Clintons Wahlkampfteam reagierte empört, und auch Trumps Vizekandidat Mike Pence ging auf Distanz.

Hintergrund sind zwei unterschiedliche E-Mail-Affären: Zum einen wird Clinton angekreidet, dass sie in ihrer Zeit als US-Außenministerin ihre Mails über einen privaten Server abwickelte. Etliche von ihr als privat bezeichnete Mails hat sie gelöscht - darauf spielte Trump offenbar an.

Zum anderen veröffentlichte Wikileaks am Wochenende peinliche Mails der demokratischen Partei. US-Präsident Barack Obama sagte, er sei nahezu sicher, dass sie aus einem russischen Hackerangriff stammten.

Trumps Vize Pence warnte von ernsten Konsequenzen, sollte Russland tatsächlich in den US-Wahlkampf eingegriffen haben. Trumps Worte wurden hingegen so interpretiert, dass er ausländische Hackerangriffe auf amerikanische Computer und die Veröffentlichung gestohlener Informationen gutheiße.

Clintons Team erklärte, erstmals habe ein Präsidentschaftskandidat einer großen Partei „eine ausländische Macht aktiv ermutigt, Spionage gegen einen politischen Gegner zu betreiben“. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow betonte am Mittwoch in Moskau, Russland würde sich nie in den Wahlkampf eines anderen Landes einmischen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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