US-Druck
Türkei zieht Soldaten aus Irak ab

Der Druck aus Washington zeigt Wirkung: Die Türkei zieht acht Tage nach dem Beginn der Offensive gegen die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK seine Einheiten aus dem Nordirak ab.

HB ISTANBUL. Laut dem türkischem Außenminister Ali Babacan ist die Offensive gegen die kurdischen Rebellen beendet. Damit scheint die Türkei auch auf Druck aus Washington zu reagieren. Am Donnerstag hatte US-Verteidigungsminister Robert Gates die türkische Regierung aufgefordert, die Kämpfe so bald wie möglich einzustellen.

Ein Sprecher der Kurdischen Arbeiterpartei, Ahmad Danas, sagte, der Rückzug der türkischen Truppen habe am frühen Morgen begonnen.

Die türkischen Streitkräfte haben die Zahl der bislang getöteten Rebellen mit 237 angegeben. Die eigenen Verluste bezifferten sie mit 27. Nach kurdischen Informationen hingegen sollen 81 türkische Soldaten und nur fünf Rebellen getötet worden sein. Die Türkei betrachtet den Nordirak als Rückzugsgebiet der PKK-Kämpfer, die sie als Terroristen bezeichnet. Auch die Europäische Union und die USA stufen die PKK als Terrororganisation ein. Der bewaffnete Kampf der kurdischen Rebellen in der Türkei hat seit 1984 rund 40 000 Menschenleben gekostet.

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