US-Experten schätzen
32 Millionen ohne Krankenschutz bei Obamacare-Aus

Nach Einschätzung der überparteilichen Haushaltsbehörde des US-Kongresses verlieren bei einem ersatzlosen Aus von Obamacare 32 Millionen Amerikaner ihre Krankenversicherung. Doch ob es so weit kommt, ist fraglich.
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WashingtonNach Einschätzung von US-Experten droht 32 Millionen Amerikanern bis 2026 der Verlust ihrer Krankenversicherung, sollte es zu einer ersatzlosen Rücknahme der Gesundheitsreform von Ex-Präsident Barack Obama kommen. Allein im kommenden Jahr würden bereits 17 Millionen Amerikaner ihren Schutz verlieren, teilte die überparteiliche Haushaltsbehörde des Kongresses (CBO) in Washington am späten Mittwochabend mit. Außerdem dürften Versicherungsbeiträge massiv steigen.

Obamas Nachfolger Donald Trump hat versprochen, die Gesundheitsreform abzuschaffen. Er drängt darauf, sie durch ein anderes System zu ersetzen. Im Kongress fehlen ihm dafür aber die nötigen Stimmen, da selbst Mitglieder seiner eigenen Partei erheblichen Widerstand leisten.

So scheiterte am Montag eine Abstimmung im Senat, die vorsah, Obamacare zunächst zu streichen und dann zu ersetzen. Mehrheitsführer Mitch McConnell will nun kommende Woche über eine Rücknahme der Reform abstimmen lassen, nicht aber über deren Ersatz. Trump forderte die Senatoren auf, notfalls auch in der Sommerpause in der Hauptstadt zu bleiben, bis sie sich bei dem Thema einigen können.
Obamacare sieht unter anderem staatliche Zuschüsse für die Krankenversicherung vor, die vom Einkommen abhängen. Dank des Gesetzes konnten etwa 20 Millionen Amerikaner eine Krankenversicherung abschließen, die bis dahin nicht abgesichert waren. Die Republikaner kritisieren Obamacare als Übergriff des Staates. Außerdem sei das System zu teuer.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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