US-Expertenbericht
Obama soll Geheimdienste eng an die Leine nehmen

Geht es nun dem Geheimdienst NSA an den Kragen? Deren Datensammelwut löste weltweit Empörung aus. Eine US-Expertengruppe fordert nun weitreichende Reformen. Die Frage ist nur, in welchem Umfang Obama etwas ändern will.
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WashingtonEine von US-Präsident Barack Obama eingesetzte Expertengruppe fordert eine Serie entscheidender Reformen der Geheimdienstüberwachung.

Als eine wesentliche Empfehlung nennt das fünfköpfige Gremium, dass der Geheimdienst NSA künftig gesammelte Telefondaten nicht mehr selbst speichern solle. Diese Aufgabe sollten private Unternehmen übernehmen, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.

"Wir kommen zu dem Schluss, dass einige der Befugnisse, die nach dem 11. September geschaffen oder ausgeweitet wurden, fundamentale Interessen bei der individuellen Freiheit, der Privatsphäre und beim demokratischen Regieren unzulässig opfern", heißt es in dem mehr als 300 Seiten starken Bericht. Die Bürgerrechte und die Sicherheitsbedürfnisse im Kampf gegen den Terrorismus müssten in ein "besseres Gleichgewicht" gebracht werden.

Wörtlich heißt es: „Als eine generelle Regelung sollte es dem Staat nicht erlaubt werden, massenhaft unverarbeitete, nicht-öffentliche persönliche Informationen über US-Bürger zu speichern, um künftige Abfragen und Daten-Gewinnung für auslandsgeheimdienstliche Zwecke zu ermöglichen.“

Obama will Anfang des Jahres mögliche Korrekturen der Überwachungspraxis bekanntgeben. Er braucht sich allerdings nicht an die insgesamt 46 Empfehlungen der Experten zu halten. Bisher hatte er eine „Selbstbeschränkung“ der Geheimdienste vorgeschlagen.

Die Überwachung von Ausländern solle künftig ausschließlich möglich sein, wenn es direkt um nationale Sicherheitsinteressen der USA gehe. Zudem solle der Kongress besser über Überwachsungsmaßnahmen informiert werden, fordert das fünfköpfige Gremium.

Auch der Skandal um das Abhören des Handys von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Spitzenpolitiker anderer Länder hat Eingang in das Dokument gefunden. So solle der Präsident ein neues Prozedere schaffen, in dem alle sensiblen Geheimdienst-Anforderungen und die Methoden zu ihrer Erfüllung von höchster Stelle genehmigt werden müssten.

Mit einer geringen Anzahl enger Verbündeter, die spezielle Kriterien erfüllen, sollte die Regierung die Möglichkeit von Spionageabkommen erörtern. Die Bundesregierung strebt ein Geheimdienstabkommen mit den USA an. Bislang deutet sich aber kein rascher Abschluss der laufenden Gespräche zwischen Berlin und Washington an.

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  • "Mit MP3 können sie auf 1 kilobyte / Sekunde kompromieren, das wären dann 3.6 MB Pro Stunde oder rund 300 Stunden pro GB. "

    Ja, könnte hinkommen.

    Umso wichtiger ist es das Bewußtsein aller zu schärfen, und solche Datenbüttel an die Kandarre zu nehmen. Es neue "Friedensbewegung" muss her, geht Obama und andere einen feuchten Schmutz an, mit wem und wie lange meine Frau oder ich quasseln.

  • Mit MP3 können sie auf 1 kilobyte / Sekunde kompromieren, das wären dann 3.6 MB Pro Stunde oder rund 300 Stunden pro GB.

    Die Daten bezüglich ihres Intergebrauchs sind weit weniger speicherintensiv

    20 GB pro Erdenbürger sind also ausreichend dimensioniert; manche Menschen haben gar kein Telefon.

  • "Das neueste Rechenzentrum der NSA hat ca 20 Gigabyte Speicherplatz für jeden Erdenbürger. "

    Stimmt die Zahl so?
    Den Platz hat meine Frau schon nach ner Stunde quasseln mit ihrer Freundin voll :)

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