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US-Finanzmarkt: So will Geithner den Bankensektor entgiften

Die US-Regierung will mit Unterstützung privater Investoren für bis zu eine Billion Dollar faule Kredite und Ramschpapiere aufkaufen. Ziel ist, die Banken von diesen Vermögenswerten zu befreien, um den Kreditfluss und damit die Konjunktur wieder in Gang zu bringen. Die Pläne im Einzelnen.

Kredite: Banken von Ballast befreien Mit dem Programm zum Aufkauf von Altkrediten („Legacy Loan Program“) sollen die Bilanzen der Banken von Hypothekendarlehen bereinigt werden, die im Zuge der Immobilienblase vergeben wurden und heute eine große Belastung für die Geldhäuser darstellen. Seit dem Platzen der Spekulationsblase sind die Immobilienwerte drastisch gesunken und die Ausfallrisiken der Kredite erheblich gestiegen. Die Banken mussten deshalb in ihren Bilanzen hohe Wertberichtigungen auf diese Kredite vornehmen. Zugleich kam es im Zuge der Finanzkrise zu Notverkäufen der oftmals verbrieften Kredite. Die Folge war eine Abwärtsspirale beim Wert der Papiere. Inzwischen ist der Markt für diese Kredite praktisch eingefroren. Geithner will ihn durch die staatlichen Hilfen wiederbeleben. Wenn der Plan funktioniert, werden die Banken von ihren Altlasten befreit und müssen keine weiteren Abschreibungen befürchten. Foto: Reuters