US-Finanzminister
Geithner fordert Brandmauer gegen Euro-Krise

Die Schuldenprobleme der USA sind so groß, dass sie sich kein weiteres Ungemach aus Europa leisten können. Unmittelbar vor dem entscheidenden EU-Gipfel drängt Finanzminister Geithner zu durchgreifenden Maßnahmen.
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ParisUS-Finanzminister Timothy Geithner hat eine „möglichst hohe Brandmauer“ gegen eine Ausbreitung der Euro-Krise gefordert. Nach einem Treffen mit dem französischen Finanzminister François Baroin am Mittwoch in Paris sagte Geithner, er wolle sicher sein, dass eine Mauer errichtet werde, um eine Ansteckung anderer Länder in der Krise zu verhindern.

Baroin hob dabei die Absicht hervor, den dauerhaften europäischen Stabilitätsmechanismus ESM bereits 2012 und damit ein Jahr früher in Kraft treten zu lassen. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf eine stärkere Einbindung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und eine zeitweise Erhöhung der IWF-Mittel. Die USA lehnen einen höhere Beteiligung an den IWF-Geldern ab; im Gespräch sind daher bilaterale freiwillige Einzahlungen von europäischen Staaten und Schwellenländern beim IWF.

In einem Rundfunkinterview kündigte Baroin gar einen „Vertrauensschock“ an, der die Euro-Zone wieder stabilisieren werde. Die Lage sei „ernst“ und so noch nie dagewesen, sagte er dem Sender Canal+. „Wir müssen einen Vertrauensschock schaffen“, forderte er und fügte hinzu, dabei gehe es darum, eine Antwort auf alle Probleme zu geben, die von den Anlegern durch ihren Rückzug aus dem Euro-Raum aufgeworfen worden seien. Die Staaten müssten schnell ihre Finanzen konsolidieren, ihre Defizite reduzieren, die Euro-Zone stabilisieren und ihre gemeinsame Steuerung ändern.

Geithner bekräftigte, dass er Vertrauen in die jüngsten Anstrengungen der Euro-Länder zur Beilegung der Schuldenkrise habe. „Ich bin zuversichtlich, dass sie Erfolg haben werden“, sagte er. Der US-Finanzminister hatte bereits am Dienstag bei einem Besuch in Berlin die aktuellen Pläne in der Euro-Zone gelobt. Er nahm dabei Bezug auf das Reformpaket der italienischen Regierung, auf Sparzusagen in Spanien und Griechenland sowie auf Bemühungen zur Schaffung eines Fiskalpakts. In Paris hob Geithner erneut hervor, wie wichtig es für die USA und die gesamte Weltwirtschaft sei, dass eine Stabilisierung der Euro-Zone gelinge.

Geithner will am Mittwoch in Paris auch den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy treffen und danach nach Marseille weiterreisen, wo ein Gespräch mit dem neuen spanischen Regierungschef Mariano Rajoy vorgesehen ist. Am Donnerstag will er sich in Italien mit Ministerpräsident Mario Monti austauschen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Wer schützt uns vor diesen beiden Pie-Jungen GEITHNER + OBAMA.

  • mehr darüber unter
    http://www.youtube.com/watch?v=hD2SRDql_jg
    http://www.youtube.com/watch?v=UQfm5Tgtszs
    http://www.krisennews.com http://www.krisenvorsorge.com/62/Die_Ursachen_der_Finanzkrise_.html
    http://vimeo.com/6222351
    http://www.wearechange.ch/
    http://newsbote.com/wirtschaft/die-flucht-aus-dem-euro-lauft-bereitet-deutschland-die-dmark-vor/
    http://www.hobinrood.info/
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/11/entweder-die-eu-oder-demokratie-beides.html
    http://lupocattivoblog.wordpress.com/2010/01/25/der-schlussel-die-verborgene-weltdiktatur-des-rothschild-imperiums-1/

  • Hey Peer , gestern wolltest Du noch von Illuminati regiert werden und heute findest Du das eine Unverschämtheit - also wo ist Deine Position ?

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