US-Finanzminister
Geithner will Exit-Strategie bald beginnen

Die US-Wirtschaftspolitik ist nach Einschätzung von Finanzminister Timothy Geithner reif für einen Kurswechsel. Die US-Politik sollte von einem Rettungs- auf einen Wachstumskurs umschwenken, so Geithner. Es sei an der Zeit, Teil der Maßnahmen, die die US-Wirtschaft in der Krise stützten, zurückzunehmen.

HB WASHINGTON. Die Konjunktur habe soviel an Kraft gewonnen, das es möglich ist, von einem Rettungs- auf einen Wachstumskurs umzuschwenken, sagte Geithner am Donnerstag. Es sei an der Zeit, Teile der außergewöhnlichen Hilfen für den Finanzsektor wieder zurückzufahren, da Fortschritte erkennbar seien. So erachte es die Regierung mittlerweite nicht mehr als notwendig, im Haushalt 750 Milliarden Dollar an Stabilisierungsgeldern für den Notfall einzuplanen.

Geithner sagte, gestützte Banken hätten mittlerweile mehr als 70 Milliarden Dollar an Staatshilfen zurückgezahlt. In den kommenden zwölf bis 18 Monaten rechnet der Finanzminister mit der Rückzahlung weiterer 50 Milliarden Dollar. Insgesamt werde die Wirtschaftserholung aber langsam vonstattengehen, erklärte Geithner. Auch Christiana Romer, die oberste Wirtschaftsberaterin von Präsident Barack Obama, warnte erneut vor einem weiteren Ansteigen der Arbeitslosigkeit in den USA.Vermutlich werde erst Ende 2009 oder Anfang 2010 bei rund zehn Prozent Arbeitslosigkeit der Höchststand erreicht, sagte sie.

Insgesamt werde die Wirtschaftserholung aber langsam vonstattengehen, erklärte Geithner. Problematisch seien die inakzeptabel hohe Arbeitslosenquote, ein unsicherer Immobilienmarkt abseits der verstaatlichten Finanzierer Fannie Mae und Freddie Mac sowie schwierige Kreditbedingungen für kleinere Unternehmen.

Bei einem späteren Termin äußerte sich Geithner zudem zuversichtlich, dass China US-Staatsanleihen weiterhin in großen Mengen kaufen werde. Auch die Volksrepublik habe ein Interesse daran, dass die Weltwirtschaft wieder zur Stabilität zurückkehre.

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