Die Sympathien Donald Trumps für Wikileaks und sein Feldzug gegen die CIA belasten seine Präsidentschaft, bevor sie überhaupt begonnen hat. Heute unternehmen die Geheimdienste einen neuen Anlauf, ihn zu überzeugen.

Kommentare

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  • @Herr Helmut Metz, 06.01.2017, 14:34 Uhr

    Ich will überhaupt keinen "Staat" - jedenfalls keinem im Sinne der heutigen Nationalstaaten - und schon gar keine Geheimdienste (das habe ich in meinem ersten Kommentar hier ja wohl deutlich genug zum Ausdruck gebracht).

    Sie werden mir aber hoffentlich darin zustimmen, dass ein Gemeinwesen nur funktionieren kann, wenn es über eine funktionierende öffentliche Infrastruktur und ein ebensolches, diesmal von allen gemeinsam erarbeitetes verbindliches Regelwerk verfügt.

    Wie oder als was man dieses nun bezeichnet halte ich für zweitrangig.

  • Wäre es nicht etwas ergiebiger über sie Feldzüge der CIA zu berichten. Deren verbale Feldzüge erreichen nicht einmal Kindergartenniveau und werden allenfalls von professionellen Lesern bejubelt.

  • @Tomas Maidan:

    Sie sind scheinbar so schlau und gut informiert.

    Zeigen Sie uns die Beweise!

    Unterlassen Sie bitte sämtliche emotionalen Manöver und stellen Sie bitte Ihre Beweise sachlich bis ins letzte Detail vor.

    Vielen Dank im Voraus!

  • Ein ziemlich peinliches Schauspiel ist das, was IM Donald hier abzieht. Gestern noch betreuerte er, dass keinen Angriff aus Russland gab. Heute beweist ihm eine Untersuchungskommission das gegenteil. Soll das derart postfaktisch jetzt weitergehen? Ein Patriot, oder zumindest ein korrekter Staatsdiener ist dieser Kerl auf keinen Fall. Wäre er ein kleiner Beamter in einem deutschen Finanzamt, wäre er längst seinen Job los. Täuschung des Dienstherrn, Zusammenarbeit mit einem ausländischen Geheimdienst, Lügen, dass sich die Balken biegen - unfassbar in normalen Rechtsstaaten.

  • @ Annette Bollmohr
    "In einem funktionsfähigen, intelligent aufgebauten digitalen Demokratiesystem - das auf der Grundlage faktischer Gegebenheiten und der daraus folgenden, erst von Expertengremien (d.h. ausschließlich von FACHleuten!) ausgearbeiteten und dann zur allgemeinen Abstimmung gestellten Handlungsoptionen sowie aus den Konsequenzen der jeweiligen demokratisch getroffenen Entscheidungen beruhen würde - bliebe den Menschen gar nichts anderes mehr übrig, als sich zu "interessieren". "

    Mit Verlaub: Sie wollen nichts anderes als einen "besseren" Staat oder eine "bessere" Demokratie.
    Zu diesem Thema lautet jedoch die ganz einfache Gleichung:

    KEIN Staat = KEINE Geheimdienste

    Oh, ohne Staat hätten wir ja Anarchie, Gewalt, Chaos, Mord und Totschlag (hätten wir übrigens nicht, wir hätten eine friedliche anarchokapitalistische Privatrechtsgesellschaft). ;-)
    Dabei gibt es nichts Tödlicheres als den Staat: alleine im 20. Jahrhundert wurden im Auftrag der Staatsmacht insbesondere in sozialistischen / kommunistischen Staaten (die nach ihrer Ideologie einen "besseren" Menschen schaffen wollten) ca. 100 Millionen Menschen umgebracht!

  • @ Annette Bollmohr:

    Ich kann Ihre Sicht überhaupt nicht teilen.

    Fachleuten? Was sind denn Fachleute, wenn es um die ganze Gesellschaft geht???
    Da ist die ganze Gesellschaft als solche gefragt. Es geht vielmehr darum den Handlungsspielraum jedes Einzelnen zu ermöglichen. Dies geht nur in einer direkten Demokratie.

    Was Sie hier mit Fachleuten meinen, würde nichts anderes bedeuten als die Gesetze der Natur zu unterbinden. Dabei sind wir als Menschen Teil der Natur und sollten uns nur von ethischen Bedenken einschränken lassen. Jeder einzelne von uns muss frei sein und sich als Teil des Ganzen sehen. Er ist es auch im Universum. Jeder einzelne Mensch, jedes Wesen, jede Pflanze ist einzigartig. Das man den einzelnen Entitäten nicht genau die gleiche Gewichtungschance gibt, führt eben zur heutigen Problematik. Ein Schäuble wird sicherlich im Finanzkreis als Experte gesehen. Was hat er aber wirklich gemacht? Er hat im Interesse anderer Experten gearbeitet und nicht für das Volk.

    Ist Umweltverschmutzung natürlich? Sind offizielle Korruptionsmöglichkeiten wie anonyme Spenden natürlich? All das ist aufgebläht worden und dient nicht der Mehrheit sondern einer Minderheit. Das ist nicht mehr im Einklang mit der Natur. Wenn sich die Gesellschaften dieser Welt sich nicht ändern werden, so wird die Menschheit deutlich früher verschwinden als wenn sie es tun würden.

  • Korrektur:

    ... Handlungsoptionen sowie AUF den Konsequenzen der jeweiligen demokratisch getroffenen Entscheidungen beruhen würde ...

  • @x y, 06.01.2017, 12:16 Uhr

    "Die wenigsten Menschen verstehen die Zusammenhänge zwischen Geldsystem und Krieg... Sie interessieren sich auch nicht dafür, es sei denn (...)"

    Das ist es ja gerade:

    In einem funktionsfähigen, intelligent aufgebauten digitalen Demokratiesystem - das auf der Grundlage faktischer Gegebenheiten und der daraus folgenden, erst von Expertengremien (d.h. ausschließlich von FACHleuten!) ausgearbeiteten und dann zur allgemeinen Abstimmung gestellten Handlungsoptionen sowie aus den Konsequenzen der jeweiligen demokratisch getroffenen Entscheidungen beruhen würde - bliebe den Menschen gar nichts anderes mehr übrig, als sich zu "interessieren".

    D.h., es bliebe ihnen zwangsläufig nichts anderes mehr übrig, als sich wenigstens in Ansätzen über die wichtigsten Dinge selbst zu informieren.

    Und vor allem: Selbst zu denken, d.h. ihre eigenen Schlüsse zu ziehen (und natürlich auch selbst Vorschläge zu unterbreiten). Das mag sich zwar jetzt alles etwas mühsam anhören. Und vermutlich besonders deshalb anfangs auch in der Bevölkerung auf einigen Widerstand stoßen (seitens der meisten Politiker und sonstigen "Autoritäten" und Profiteure vom Status quo natürlich sowieso).

    Dieser dürfte sich aber, wenn nach einer gewissen "Anlaufzeit" jedermann die Vorteile eines solchen Systems erkannt hat, schnell legen.

    Ich glaube übrigens, dass es anders in Zukunft gar nicht mehr gehen wird.

  • Wenigstens will Trump die US-Geheimdienste verkleinern. Das ist immerhin ein Anfang. Leider ist jedoch auch Trump ein ETATIST, also ein Anhänger der gefährlichsten aller Religionen, nämlich der Staatsgläubigkeit.
    Grundsätzlich hat jeder Staat die Tendenz zu wuchern - und zwar jede einzelne Behörde eines Staates, also natürlich auch die Nachrichten- bzw. Geheimdienste.
    Bei den USA sieht man diese staatliche Wucherung besonders eindrücklich. Nach ihrer Verfassung angelegt als MINIMALSTAAT, in dem die Bürger ihre ReGIERUNG kontrollieren und nicht umgekehrt (letztendlich dient auch das Second Amendment, das Recht auf Waffenbesitz, der ultimativen Kontrolle der ReGIERung durch die Bürger), ist sie nun ein MAXIMALSTAAT geworden, insbesondere auch ein Polizei- und Überwachungsstaat.
    Ich habe meine Zweifel, ob ein Etatist wie Trump Leviathan, das kälteste aller kalten Ungeheuer und der größte Feind für die Freiheit des Menschen, dauerhaft auf Diät setzen und ihn vom Weiterwuchern abhalten kann.
    Grundsätzlich sind die Amerikaner jedoch weitaus weniger staatsgläubig als etwa die untertänigen Deutschen - und GENAU DESHALB haben sie auch Trump als Präsidenten gewählt und nicht die Clinton, unter der die USA zu einem Mega-Orwell´schen-Überwachungsstaat geworden wäre.

  • @ Annette Bollmohr:

    Ich persönlich bin der Meinung, dass die meisten Leute von Geburt aus intelligent sein können.

    Allerdings versucht man durch Standardmusterungen wie Kindergarten, Schule, spätere Arbeitsabläufe, Stress, Zeitmangel, sie dazu zu bringen nicht mehr zu denken. Dies wird bei der Mehrheit auch erreicht. Die wenigsten Menschen verstehen die Zusammenhänge zwischen Geldsystem und Krieg... Sie interessieren sich auch nicht dafür, es sei denn die Währung wertet wie in Venezuela ab...

Mehr zu: US-Geheimdienste - Trumps Glaubenskampf

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