US-Gesandter
Gespräche in Nordorea waren „nützlich“

Zum Abschluss eines Besuchs in Nordkorea hat der US-Gesandte Stephen Bosworth seine Gespräche in dem kommunistischen Land als nützlich beschrieben, berichtet die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag aus Pjöngjang. Inzwischen ist der US-Diplomat in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul eingetroffen.
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HB SEOUL. Nach dem Besuch des US-Sonderbeauftragten ist weiter unklar, wann Nordkorea an den Verhandlungstisch über sein Atomwaffenprogramm zurückkehrt. Beide Seiten seien überzeugt, dass die Gespräche fortgesetzt werden sollten und die Abrüstungsvereinbarungen von 2005 umgesetzt werden müssten, sagte der US-Gesandte Stephen Bosworth nach der Rückkehr von einem Besuch in Nordkorea am Donnerstag in Seoul.

Es bleibe aber abzuwarten, „wann und wie die Volksrepublik (Nordkorea) zu den Sechs-Parteien-Gesprächen zurückkehrt“. Weitere Beratungen unter den Teilnehmerländern seien notwendig, sagte Bosworth, der Sonderbeauftragter für die Nordkorea-Politik der USA ist. Nordkorea hatte im April die Atomgespräche mit den USA, China, Russland, Japan und Südkorea verlassen.

Nach Nordkorea war der Sonderbeauftragte für die Nordkorea-Politik der USA am Dienstag mit dem Ziel gereist, die Sechs-Länder-Gespräche über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms wieder in Gang zu bringen. Es habe eine "Reihe sehr nützlicher Treffen" gegeben, wurde Bosworth von Xinhua zitiert. Ohne weitere Detais zu nennen, sei er nach Südkorea abgeflogen.

In Seoul wollte der US-Diplomat zunächst die südkoreanische Regierung über die Gespräche in Nordkorea unterrichten. Bosworth hatte im Auftrag Washingtons die ersten formellen Gespräche der USA mit Nordkorea seit dem Antritt von Präsident Barack Obama geführt. Dabei sollte dem weitgehend isolierten Regime auch das Versprechen abgerungen werden, die bei den Sechser-Gesprächen getroffenen Abrüstungsvereinbarungen vom September 2005 einzuhalten. Nordkorea hatte die seit 2003 laufenden Atomverhandlungen mit den USA, China, Südkorea, Russland und Japan im April einseitig aufgekündigt und einen Monat später einen neuen Atomwaffentest unternommen.

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