US-Haushaltskrise
„Wir sind an einem Stillstand angelangt“

In den USA stecken die Verhandlungen um den Haushalt fest. US-Präsident Obama hat sich in einem dramatischen Appell zur Hauptfernsehzeit an die Opposition gewandt.
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WashingtonEs gibt nichts mehr zu beschönigen, so brachte es US-Präsident Barack Obama mit einem Satz auf den Punkt. „Wir sind an einem Stillstand angelangt“, sagte er in der Nacht zum Dienstag in einer Rede an die Nation nach monatelangem Washingtoner Gezerre um eine Anhebung des US-Schuldenlimits.

„Dies ist ein gefährliches Spiel, das wir nicht spielen dürfen.“ Obama sprach zur Hauptfernsehsendezeit, schon das allein macht klar, wie dramatisch die Lage inzwischen geworden ist. US-TV-Sender haben bereits damit begonnen, Uhren einzublenden: Der Countdown zur möglichen ersten Staatsbankrott der US-Geschichte läuft.

Als Obama sprach, waren es nur noch sieben Tage bis zum 2. August, an dem den USA zum ersten Mal in der Geschichte das Geld auszugehen droht, wenn sich Republikaner und Demokraten nicht noch in letzter Minute zusammenraufen.

Obama warnte vor einer „schweren wirtschaftlichen Krise“, falls es nicht innerhalb der nächsten Tage eine Einigung über die Erhöhung des Schuldenlimits geben sollte.

Die Nervosität vieler Abgeordneter steigt. „Wenn ich heute gefragt werde, ob es einen Kompromiss gibt, muss ich ehrlich sagen, ich weiß es nicht“, sagt der demokratische Stratege James Carville. „Vor wenigen Tagen hätte ich das nicht gesagt.“

Auch ein demokratischer Senator, der anonym bleiben will, zeigt erstmals Unsicherheit. „Die Folgen einer Zahlungsunfähigkeit sind einfach so unvorstellbar, dass es eine Einigung geben muss“, meint er. „Aber die Landebahn wird zweifellos immer kürzer.“ Spätestens am Mittwoch, so sagen Experten, müssten im Kongress die Beratungen über einen Entwurf laufen, der Chancen hat, in beiden Kammern eine Mehrheit
zu finden, im republikanisch beherrschten Abgeordnetenhaus und im Senat mit seiner demokratischen Mehrheit.

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Kommentare zu " US-Haushaltskrise: „Wir sind an einem Stillstand angelangt“"

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  • Ich weiss nicht wie Sie darauf gekommen sind, dass ich für etwas bezahlt werde, aber Einfallspinsel wie Sie müssen wohl so kontern mangels Ideen. Aber bei den Ideenlosen können Sie sich problemlos einreihen, bei den Obamas, Merkels und wie sie alle heissen. Ändert nichts an der Tatsache, dass es eben eine Alternative dazu gibt die Schuldengrenze anzuheben. Und die lautet schlicht und einfach Ausgaben (des Staates) einschränken. Im übrigen gilt immer noch Sparen führt zu Wohlstand... und nicht Schulden machen!

  • @InfoWarrior

    Denken Sie sich das alles nur selbst aus oder werden Sie dafür bezahlt als Ideologe durch die Welt zu tapern?

  • In ihren Augen vielleicht, jemand wie sie für den es nur einen Weg geben kann: NOCH MEHR SCHULDENMACHEN! Dieses ist aber eine Sackgasse. Ich werde diese Sackgasse nicht verlassen, indem ich das Gaspedal weiter durchdrücke. Die Lösung heisst: Bremspedal treten, andernfalss crasht es irgednwann ganz gewaltig. Es mag richtig sein, dass Bush jr. einen Haufen Schulden hinterlassen, der wiedrrum Schulden von anderen Präsidenten hinterlassen bekommen hat. Es erscheint mir aber eine absurde und billige Argumentation zu sein, dass deshalb Obama noch viel mehr Schulden machen muss. Der Mann braucht nochmal 2.500.000.000.000 für den Rest der Legislaturperiode. WAHNSINN! Aber dieser Mann ist halt ein gefakter Messias.

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