US-Haushaltsnotstand
Rüstungskonzern schickt 3000 Mitarbeiter in den Zwangsurlaub

Der Verwaltungsstillstand in den USA wirkt sich bereits negativ auf erste Wirtschaftsunternehmen aus. Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hat jetzt auf den Shutdown reagiert.
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New YorkWegen des Haushaltsnotstands schickt der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin 3000 Mitarbeiter ab Montag in den unbezahlten Zwangsurlaub. Dauere der Haushaltsnotstand weiter an, werde sich die Zahl der Beurlaubten Woche für Woche weiter erhöhen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die betroffenen Angestellten können demnach nicht arbeiten, weil die Einrichtung, in der sie arbeiten, von der Verwaltung geschlossen wurde oder weil eine Inspektion durch Regierungsbeamte derzeit nicht möglich ist.

Den Betroffenen sei empfohlen worden, ihren verfügbaren Resturlaub einzusetzen, um die finanziellen Folgen möglichst gering zu halten, sagte die Vorstandsvorsitzende Marillyn Hewson. Sie hoffe, dass die Blockade in Washington möglichst schnell überwunden werde.

Seit der Nacht zum Dienstag stehen in den USA weite Teile der Bundesverwaltung still, weil sich der Kongress nicht auf ein Budget für das am 1. Oktober begonnene Fiskaljahr 2014 einigen konnte. Das Repräsentantenhaus verknüpfte seine Etatentwürfe mit dem Schicksal der bei Konservativen verhassten Gesundheitsreform von Präsident Barack Obamas. Dessen Demokraten schmetterten die Vorlagen im Senat ab. Wegen des Haushaltsnotstands mussten hunderttausende Staatsbedienstete in den unbezahlten Zwangsurlaub gehen. Behörden und Ministerien arbeiten auf Sparflamme, Museen und Nationalparks sind geschlossen.

Auch das Rüstungsunternehmen United Technologies (UTC) hatte angekündigt, ab Montag 2000 Angestellte seiner Luftfahrtsparte in unbezahlten Zwangsurlaub zu schicken, weil wegen des Haushaltsnotstands die Inspekteure des Verteidigungsministeriums nicht mehr arbeiteten. Schlimmstenfalls müssten in einem Monat mehr als 5000 Angestellte zu Hause bleiben. Ein Kompromiss in dem Streit war auch am Freitag nicht in Sicht.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Das "Geld-Verschenken" der Sozialisten ist nicht nur "Gekaufte Wählerstimmen" sondern auch ein Handeln wie ein Dealer, der seine Clienten abhängig machen will.

    Das "Geld-Verschenken" kommt einer Droge gleich. Der "Wohlfahrts-Staat" wird immer teurer und macht die Menschen gefügig und abhängig. Das ist der perfide Plan in der EU und auch in den USA. Jedenfalls auf Seiten der Demokratischen Abgeordneten dort.

  • @SayTheTruth
    So einfach ist die Wirklichkeit denn nun auch nicht:
    Wenn eine soziale Absicherung nicht verpflichtend ist und damit freiwilliger Natur, dann ist jener Beschäftigte billiger, der keine soziale Absicherung hat.
    Dadurch optimiert der freie Markt den Kostenfaktor "soziale Absicherung" weg und immer mehr Menschen stehen hernach ohne soziale Absicherung da.

    Die Ausgaben des Staates müssen wiederum durch Einnahmen gedeckt sein und damit über Steuereinnahmen.

    Wenn nun aber ein Großteil der staatlichen Ausgaben dadurch entsteht dass staatliche Absicherung dort einspringen muss, wo der Markt die freiwillige Absicherung aus Kostengründen weg optimiert hat, dann lassen sich dort Ausgaben nur noch so senken, indem beispielsweise die Gewinne der Pharmaunternehmen sinken oder indem man Menschen ohne soziale Absicherung halt sterben lässt.

    Der US-Haushalt enthält jedoch noch einen großen Posten namens "Mord und Totschlag" und dort sollte man primär kürzen, d.h. der unproduktiven Rüstungsindustrie den Geldhahn abdrehen.

    Außerdem lassen sich im Gegenzug die Steuern dort anheben, wo ein Großteil der US-Wertschöpfung als Gewinne/Einkommen landet.

    Das kostet dann wenige Geld, aber viele sind Nutznießer.
    Warum also nicht den demokratischen Weg wählen?

  • Obama handelt wie ein Sozialist. Immer mehr Schulden und immer mehr Planwirtschaft (staatliche Hilfsgelder) für Kommunen und die Bevölkerung. Nach Obama-Health-Care kommt dann noch ein Haus für jeden Obama-House-Care ?

    Seit 2007 als Obama die US-Schulden mit 8.5 * 10 hoch 12 Dollar Schulden übernommen hatte hat sich dieser Betrag verdoppelt auf jetzt 16.2 * 10 hoch 12 Dollar Schulden. Dieser Politik-Stil der "gekauften Wähler-Stimmen" ist falsch, da er das Leistungs-Prinzip ausser Kraft setzt, Eineninitiative und Eigenverantwortung lähmt.

    Schluss damit. Sollen die US-Treasury-Bonds doch zusammenbrechen. Wann wenn nicht jetzt, als Warn-Signal dass Schuldenmachen der Staaten der falsche Weg ist. Die Sozialisten sollten an ihren Schulden zusammenbrechen. Ein Ende mit Schrecken quasi. Riesige Verluste von Goldman Sachs (CEO Blankfein) wären das Resultat. Na und ? Das wäre eine ökonomische Lehre für die ganze Welt. Draghi muss auch damit aufhören ! Keine Rückzahlung mehr. Keine Zinsen mehr.

    Republikaner handeln verantwortungsvoll für die Zukunft unserer Kinder und gegen das Geld- und damit Macht-Monopol der Sozialisten.

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