US-Haushaltsstreit
Obama bleibt zu Haus

Eigentlich hatte Barack Obama eine große Asienreise geplant, doch wegen des Haushaltszanks hat er diese nun zusammengestrichen. Laut Medienberichten hat er etwa seinen Besuch in Malaysia abgesagt.
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WashingtonKeine Einigung im US-Haushaltsstreit in Sicht: Weder Republikaner noch Demokraten signalisieren grundlegende Kompromissbereitschaft. Damit bleiben Hunderttausende Staatsangestellte im unbezahlten Zwangsurlaub, Nationalparks und Museen sind weiter geschlossen.

Präsident Barack Obama strich Medienberichten zufolge am Mittwoch eine bald anstehende und seit langem geplante Asien-Reise zusammen, um mehr Zeit in Washington verbringen zu können. Dort bereiten sich Abgeordnete und Senatoren auf die nächste Runde im erbitterten Streit um den Bundeshaushalt vor.

Malaysische Medien berichteten unter Berufung auf die Regierung in Kuala Lumpur, dass Obama seinen Staatsbesuch in dem südostasiatischen Land abgesagt habe. Stattdessen wird er lediglich am Samstag zu Gipfeltreffen nach Indonesien und Brunei reisen. Ob er auch seine geplante Visite der Philippinen streicht, war zunächst nicht klar. Das Präsidialamt bestätigte die geänderten Reisepläne vorerst nicht.

Obama hätte so die Gelegenheit, ein paar Tage früher vor dem nächsten Showdown im Haushaltsstreit zurück in der Hauptstadt zu sein: die Debatte um die Erhöhung der derzeit bei 16,7 Billionen Dollar liegenden Schuldenobergrenze. Gelingt auch hier keine Einigung im Kongress, ist die Regierung der weltgrößten Volkswirtschaft in zwei Wochen vermutlich zahlungsunfähig - mit entsprechenden Folgen für die Weltwirtschaft.

„Sollten wir nicht über genügend Geld verfügen, wird es für die Vereinigten Staaten von Amerika unmöglich, ihren Verpflichtungen nachzukommen“, warnte Finanzminister Jack Lew. Bis zum 17. Oktober seien alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Dann wird die Schuldenobergrenze erreicht. Bei Anlegern wuchs die Furcht vor einer baldigen Zahlungsunfähigkeit. Kreditausfall-Versicherungen mit kürzeren Laufzeiten kosteten mehr als solche mit längeren. Üblicherweise ist es umgekehrt, weil bei längeren Laufzeiten das Risiko unvorhergesehener Ereignisse größer ist.

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„Ideologischer Kreuzzug“

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