US-Hubschrauber im Irak abgestürzt
Kämpfe in Falludscha wieder aufgeflammt

Zwischen Aufständischen und US-Truppen sind die Kämpfe in der westirakischen Stadt Falludscha am Dienstagnachmittag wieder entbrannt. Nach Augezeugenberichten drangen US-Panzer in die Stadt ein. Ein "Apache"-Kampfhubschrauber der US-Armee sei abgestürzt.

HB FALLUDSCHA/PARIS/MOSKAU/SOFIA. Aufständische hätten versucht, die Amerikaner mit Panzerfäusten und Mörsergranaten aufzuhalten. Über mögliche Opfer gab es zunächst keine Angaben.

Der arabische Nachrichtensender El Dschasira berichtete, neben einem Krankenhaus seien mehrere Raketen eingeschlagen. Nach etwa einer Stunde kehrte wieder Ruhe in der Stadt ein. Vertreter der Islamischen Partei in Falludscha hatten zuvor erklärt, auf Vermittlung des Regierungsrats in Bagdad sei die vor drei Tagen beschlossene Waffenruhe für unbestimmte Zeit verlängert worden.

Die Augenzeugen berichteten, der Hubschrauber sei während der heftigen Gefechte in der Region unter Beschuss geraten. Der US-Armee lagen zunächst keine Angaben über den Absturz und das Schicksal der beiden Insassen des Hubschraubers vor.

In Falludscha ist es in den vergangenen Tagen immer wieder zu Gefechten zwischen den US-geführten Besatzungstruppen und Aufständischen gekommen.

Die französische Regierung hat allen Franzosen am Dienstag dringlich geraten, den Irak zu verlassen. Ein Sprecher des Außenministeriums sprach von einer „dringenden Empfehlung“. Auch Portugals Ministerpräsident José Manuel Durão Barroso rief die portugiesischen Zivilisten im Irak auf, das Land möglichst rasch zu verlassen. Auf Grund der Welle der Gewalt und der Entführungen von Ausländern gebe es keine Möglichkeit, die Sicherheit zu gewährleisten, sagte der Regierungschef am Dienstag in Lissabon.

Er bekräftigte zugleich, dass die 138 Angehörigen der paramilitärischen portugiesischen Polizei GNR, die im Irak stationiert sind, nicht abgezogen würden. Allerdings sei auch nicht daran gedacht, die portugiesischen Einheiten in dem asiatischen Land zu verstärken. Der Appell zum Verlassen des Iraks gelte vor allem für Journalisten und Techniker.

Der bulgarische Präsident Georgi Parwanow hat einen Abzug der 450 bulgarischen Soldaten aus dem Irak entschieden abgelehnt. Dies stehe „überhaupt nicht auf der Tagesordnung“, sagte Parwanow am Dienstag in Sofia. Angesichts der zugespitzten Lage im Irak rief er die bulgarische Militärführung aber auf, in Absprache mit den Koalitionspartnern die Soldaten aus der Schiiten-Hochburg Kerbela an einen sichereren Ort zu verlegen.

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