US-Kampfflugzeuge greifen Falludscha an
Sechs Männer in Bagdad entführt

In Bagdad haben Extremisten nach irakischen Regierungsangaben in der Nacht zum Freitag sechs ägyptische Ingenieure entführt. Die Kidnapper verschleppten die Männer aus ihren Büros.Die Männer waren am Ausbau des Mobilfunknetzes in Bagdad und im Westirak beteiligt.

HB BAGDAD. Die Ägypter seien von einer Gruppe bewaffneter Männer aus ihren Büros verschleppt worden, teilte das Innenministerium mit. Nach Polizeiangaben überwältigten die Geiselnehmer die Wachmänner vor dem Gebäude und drangen dann in das Haus ein. Damit setzt sich eine Serie von Geiselnahmen fort, die die US-gestützte Übergangsregierung im Irak vor zusätzliche Probleme stellt.

Die beiden Ägypter hätten für das in der Hauptstadt Bagdad und dem Zentralirak tätige Mobilfunkunternehmen Irakna gearbeitet, an dem die ägyptische Orascom beteiligt ist.

Die ägyptische Nachrichtenagentur MENA berichtete außerdem, am Mittwoch seien bereits vier Ägypter und vier Iraker entführt worden, als sie in der westirakischen Stadt El Kaim im Auftrag der selben Firma Mobilfunkmasten installieren wollten

In den vergangenen sechs Monaten haben Extremisten im Irak mehr als hundert Ausländer als Geiseln genommen. Bisher wurden sie meist auf der Straße entführt. Die gezielte und geplante Verschleppung aus Privathäusern oder Büros ist eine neue Entwicklung im Irak. Die meisten Geiseln wurden wieder freigelassen, rund 30 Geiseln wurden jedoch getötet. In der Hand irakischer Entführer befinden sich weiterhin der Brite Kenneth Bigley sowie zwei Italienerinnen, die im Irak für eine Hilfsorganisation arbeiteten.

Unterdessen griffen US-Kampfflugzeuge Ziele in der westirakischen Aufständischen-Hochburg Falludscha an. Das berichtete der arabische Nachrichtensender El Arabija.

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