US-Kirche im Fokus: Nato verurteilt geplante Koran-Verbrennung

US-Kirche im Fokus
Nato verurteilt geplante Koran-Verbrennung

Eine evangelische Kirchengemeinde in den USA plant, zum „Gedenken“ an die Anschläge vom 11. September Ausgaben des Korans zu verbrennen. Dies stößt nicht nur in der islamischen Welt auf Empörung: US-General David Petraeus, warnt vor Konsequenzen für seine Truppen, die Nato verurteilt das Vorhaben.
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HB WASHINGTON/MIAMI. Die Nato und führende US-Militärs haben eindringlich vor den Folgen einer geplanten Koran-Verbrennung durch eine Christengruppe in Florida gewarnt. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte am Dienstag in Washington, solche Aktionen widersprächen völlig „allen Werten, für die wir stehen und für die wir kämpfen“. Am Vortag hatte auch der Kommandeur der US- und Nato-Soldaten in Afghanistan, David Petraeus, die geplante Koran-Verbrennung verurteilt. „Es könnte die Truppe gefährden, und es könnte den ganzen Einsatz gefährden“, erklärte er. Am Montag hatten bereits hunderte Muslime in Kabul gegen die Pläne der Christengruppe protestiert.

Die wenig bekannte Kirche Dove World Outreach Center aus Gainesville hat für den Jahrestag der Anschläge vom 11. September eine Koran-Verbrennung angekündigt. Sie hat etwa 30 Mitglieder. Ihr Pastor Terry Jones sagte CNN, es wäre tragisch, wenn jemand deswegen ums Leben kommen würde. „Trotzdem muss ich sagen, wir sind der Meinung, dass wir uns früher oder später dem Islam werden entgegenstellen müssen“, erklärte er. „Wenn wir das nicht tun, wird er nicht verschwinden.“ Auf der Website der Gruppe heißt es, der Islam solle als eine „gewalttätige und repressive Religion“ entlarvt werden.

In den USA ist Gotteslästerung nicht strafbar, sondern wird vom Recht auf Meinungsfreiheit nach dem Ersten Verfassungszusatz geschützt. Die Behörden in Gainesville haben jedoch erklärt, die Aktion verstoße gegen die Feuerschutzbestimmungen. Bürgermeister Craig Lowe nannte die Gruppe auf seiner Website eine Schande für seine Stadt. Nach Angaben aus Polizeikreisen sind mehrere Morddrohungen gegen Jones eingegangen. Das FBI und andere Bundesbehörden unterstützten nun die Polizei vor Ort.

Der Streit über die Koran-Verbrennung findet vor dem Hintergrund einer heftigen Diskussion über den geplanten Bau eines muslimischen Zentrums nahe der Anschlagsorte in New York statt. Gegner des Projekts lehnen dies als unpassend ab. Zudem fällt der Jahrestag der Angriffe mit dem Ende von Ramadan zusammen. Amerikanische Muslime befürchten, dass ihre traditionellen Feiern zum Ende des Fastenmonats als Jubel über die Anschläge missverstanden oder aus Böswilligkeit so ausgelegt werden könnten.

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  • Es ist gut, dass es in den USA soviel Meinungsfreiheit gibt. Schlecht, ja geradezu pervers ist es aber, wenn die Meinungsfreiheit in dieser schamlosen Weise missbraucht wird. Das bringt völlig zu Recht auch gemäßigte Muslime in Zorn. Nicht nur im Koran, sondern auch in den Heiligen Schriften anderer Religionen gibt es Passagen, die fragwürdig sind und Auffassungen aus archaischen Zeiten dokumentieren. Dieser Umstand ist historisch interessant, mehr aber nicht. Die Unterscheidung dessen, was zu Gott führt, was ER uns gegeben hat und was ER von uns erwartet, ist m.E. Wesen und inhalt jeden Glaubens. Fundamentalisten in allen Religionen lehnen das ab. Statt in Demut vor und mit Gott zu leben, lästern sie iHN mittels egozentrischer Aufmerksamkeitshascherei. Die "neuen Assassiden" unter den Muslimen und die christlichen Eiferer haben eines gemeinsam: Sie sind weit weg von Gott.

  • Juden, Christen und Muslime sollten ihr Verhältnis zum eigenen Mittelalter und zur modernen Welt klären.
    Entweder Rivalität der Religionen, Zusammenprall der Kulturen, Krieg der Nationen – oder Dialog der Kulturen und Frieden zwischen den Religionen als Voraussetzung für den Frieden zwischen den Nationen! Sollten wir angesichts der tödlichen bedrohung der Gesamtmenschheit nicht, anstatt neue Dämme des Hasses, der Rache und Feindschaft aufzurichten, lieber die Mauern des Vorurteils Stein um Stein abtragen und damit brücken des Dialogs bauen, brücken gerade auch zum islam?

    http://die-welt-der-reichen.over-blog.de/pages/Paradigmenwechsel_der_Religionen-1560247.html



  • Was genau wird denn verbrannt?
    ich finde derart unnötige Provokationen auch bedenklich, aber verbrannt werden Anweisungen wie diese:

    1. Moslems dürfen den Koran nicht anzweifeln (Koran 2:1)
    2. Es ist erlaubt Andersgläubige als Sexsklaven zu haben (Koran 4:23-25)
    3. Andersgläubige werden grundsätzlich für geschworene Feinde des islam gehalten. (4:101)
    4. Moslems dürfen keine Andersgläubige für Freunde haben (Koran 5:51)
    5. Es ist die heilige Aufgabe der Moslems, Andersgläubige zu töten. (Koran 9:5)
    6. Der einzige sichere, GARANTiERTE Weg, in den Himmel zu kommen, ist für ein Moslem, Andersgläubige zu töten. (Koran 9:111)
    7. Moslems müssen Andersgläubige TERRORiSiEREN. (Koran 8:12)
    8. Moslems müssen Andersgläubige belügen um den islam zu helfen und sie dürfen sich Andersgläubigen nicht anvertrauen. (Koran 3:28, 16:106)
    9. Andersgläubige müssen sich für eine dieser Möglichkeiten entscheiden: 1. sterben, 2. konvertieren, 3. Dhimmisteuer zahlen, damit sie am Leben gelassen werden (Koran 9:29).
    10. Andersgläubige sind böse Menschen, die keine Gnade verdienen. (Koran 98:6)
    11. Prügelstrafe für Frauen ist gerechtfertigt. (Koran 4:34)
    12. Die Kinderehe ist gerechtfertigt. (Koran 65:4)
    13. Vergewaltigung ist gerechtfertigt, wenn es weniger als 4 männliche Zeugen gibt (Koran 24:13)
    14. Raub und Diebstahl gegen Andersgläubige ist eine gute Tat.
    15. Mohammed heiratete 51-jährig die 6-jährige Aisha.
    16. Mohammed vollzog mit ihr die Ehe, als er 54 war, und sie 9.
    17. Nur Mohammed darf so viele Frauen heiraten, wie er will. Die anderen dürfen 4 Ehefrauen haben. (Koran 33:50).

    im Gegensatz zum christlichen alten Testament, dass durch das neue Testament ''reformiert'' wurde und Christen auffordert auch die Feinde zu lieben ist der Koran in dieser Form bis heute verbindlich für jeden Moslem.

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