US-Krankenversicherung
Obamacare wird „privatisiert“

Kurz nach dem Start der staatlichen Krankenversicherung in den USA soll jetzt ein privates Unternehmen die Federführung bei der Beseitigung der technischen Probleme mit der Webseite „HealthCare.gov“ übernehmen.
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WashingtonEin privater Anbieter soll nun die technischen Probleme mit der für die Gesundheitsreform in den USA unabdinglichen Webseite „HealthCare.gov“ lösen und beseitigen. Einer der bisherigen Subanbieter, das Unternehmen QSSI, werde befördert und habe künftig die gesamte Verantwortung, um die Webseite zu stabilisieren, teilten Regierungsbeamte am Freitag mit.

Bislang hatte eine staatliche Behörde die führende Rolle.
Seit dem Start des neuen Krankenversicherungssystems am 1. Oktober hatte es erhebliche technische Probleme mit der Regierungsseite im Internet gegeben, über die die Bürger ihre Suche nach Policen abwickeln sollen. QSSI hatte eine Komponente der Webseite aufgebaut, die relativ gut läuft.

Der virtuelle Versicherungsmarkt, bei dem es die technischen Probleme gibt, ist zentrales Element der Reform. Nach Regierungsangaben besuchten seit 1. Oktober bereits rund 19 Millionen Menschen die Webseite „HealthCare.gov“.

Rund eine halbe Million Menschen hat sich demnach auf den staatlich betriebenen Seiten bislang um eine Versicherung beworben.

Obama hatte die Reform gegen den Widerstand der Republikaner durchgesetzt. Ihr erklärtes Ziel ist es, Millionen unversicherten US-Bürgern Zugang zu einer Krankenversicherung zu verschaffen. Dazu sollen die Beiträge für Arme verbilligt werden, und Versicherer sollen Kranke nicht abweisen dürfen. Die Republikaner stoßen sich unter anderem an der damit verbundenen Versicherungspflicht und beklagen steigende Kosten.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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