US-Notenbank
Fed beobachtet US-Immobilienmarkt genau

Immobilien unter der Lupe: Der Vizechef der US-Notenbank Fed betont, dass der Immobilienmarkt genauestens beobachtet wird. Die Fed sei auf der Hut vor einer Immobilienblase und steuere gegen extreme Preissteigerungen.
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Toronto/HartfordDie US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will ein wachsames Auge auf den Immobilienmarkt werfen. Auch wenn sich dort derzeit keine Krise abzeichne, bleibe die Fed auf der Hut, betonte ihr Vizechef Stanley Fischer am Montag in Toronto. Die Währungshüter achteten genau auf möglicherweise aufkommende Probleme.

Die Bemerkung lässt aufhorchen: Bislang hatte Fed-Chefin Janet Yellen eher die Risiken einer Überhitzung an den Börsen in den Mittelpunkt gestellt, auch wenn es derzeit keine Anzeichen für Exzesse gebe. Eine geplatzte Preisblase am US-Häusermarkt hatte 2007/08 maßgeblich zur Weltfinanzkrise beigetragen, ohne dass die Fed damals rechtzeitig gegenhalten konnte. Der Immobilienmarkt und die gesamte Wirtschaft in den USA waren danach in die Knie gegangen.

Mittlerweile läuft es jedoch wieder einigermaßen rund. Im April wurde bei den Bauausgaben auf das Jahr hochgerechnet wieder die Marke von einer Billion Dollar geknackt - das höchste Niveau seit rund sechseinhalb Jahren. Die Belebung fällt in eine Zeit, in der die Notenbank höhere Leitzinsen konkret ins Auge fasst.

Der US-Zentralbanker Eric Rosengren plädiert angesichts des jüngsten Konjunktureinbruchs dafür, die Füße vorerst still zu halten. Es seien nicht genügend Fortschritte am Arbeitsmarkt und bei der Stabilisierung der Verbraucherpreise absehbar, die eine Abkehr von der Ende 2008 zum Höhepunkt der Finanzkrise eingeführten Nullzinspolitik rechtfertigen würden.

„Dies ist aus meiner Sicht ein schlagendes Argument dafür, geldpolitisch weiter Ruhe zu bewahren“, sagte der Präsident der Fed von Boston, der dieses Jahr im für die Zinsen zuständigen Offenmarktausschuss der Fed nicht stimmberechtigt ist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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