US-Parteitage
Obama wirft Romney ideenlose Politik vor

Nach der Nominierung von Mitt Romney richtet sich der Fokus nun auf den Parteitag der US-Demokraten in Charlotte, North Carolina. Dort kam es bereits vor der Eröffnung zu Protesten.
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Charlotte/BoulderEinen Tag vor Beginn des Parteitags der US-Demokraten in Charlotte haben dort am Sonntag Hunderte Menschen gegen die Gier der Unternehmen und die internationale Sicherheitspolitik der Regierung protestiert. Unter Trommelschlägen zogen rund 600 Demonstranten durch den Geschäftsbezirk der Stadt im US-Staat North Carolina und skandierten Parolen.

Auf einem Transparent mit dem Logo der Bank of America war zu lesen: "Treibt Amerika in die Pleite." Auf einem anderen Plakat stand: "Obama ermordet Kinder mit Drohnen." Insgesamt blieben die Proteste friedlich. Die Veranstalter und die Polizei hatten mit weitaus mehr Demonstranten gerechnet.

US-Präsident Barack Obama warf seinem Herausforderer Mitt Romney unterdessen am Sonntag bei einem Wahlkampfauftritt in Colorado eine gestrige Politik vor. Bei seiner Nominierungsrede auf dem Parteitag der Republikaner in Tampa habe Romney "nicht eine neue Idee" präsentiert, sagte Obama bei einem Wahlkampf-Auftritt in Boulder im Bundesstaat Colorado am Sonntag. Ungeachtet der aktuellen Herausforderungen hätten die Republikaner auf ihrem Parteitag ein Programm vorgelegt, "das eher für das vergangene Jahrhundert geeignet ist".

Obama kritisierte Romney auch dafür, dass er in seiner Rede kein Wort über den Krieg in Afghanistan verloren habe. "Wir bringen unsere Soldaten aus Afghanistan nach Hause", sagte der Präsident. "Und ich habe einen Zeitplan festgelegt - wir werden sie dort 2014 rausgeholt haben. Gouverneur Romney hat keinen Zeitplan. Ich denke, er liegt falsch."

Obama soll am Donnerstag auf dem Parteitag der Demokraten in Charlotte offiziell die erneute Nominierung seiner Partei als Präsidentschaftskandidat annehmen. Das dreitägige Politikspektakel beginnt am Dienstag. Derzeit befindet sich der Präsident auf einer Wahlkampftour durch vier sogenannte Swing States, die bei der Wahl im November ausschlaggebend sein könnten.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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