US-Pharmariese
Venezuela erwägt vorübergehende Kontrolle über Pfizer-Anlagen

Nach der jüngsten Verstaatlichungswelle in Venezuela geraten nun auch die Werke des US-Pharmariesen Pfizer ins Visier des sozialistischen Landes. Der Handelsminister schlug Staatschef Hugo Chavez die vorübergehende Kontrolle der Pfizer-Werke als Vergeltungsmaßnahme vor.

HB CARACAS. Venezuela erwägt, vorübergehend die Kontrolle über die lokalen Werke des US-Pharmariesen Pfizer zu übernehmen. Grund sei die Schließung einer anderen Pfizer-Fabrik in Venezuela, in der wichtige Medikamente für das Land hergestellt worden sein, sagte Handelsminister Eduardo Saman. Er habe Staatschef Hugo Chavez deshalb vorgeschlagen, als Vergeltung die Kontrolle über die verbliebenen Pfizer-Anlagen zu übernehmen. Ein Vertreter von Pfizer erklärte am Freitag, man analysiere die Situation.

Saman ist eine treibende Kraft hinter dem Verstaatlichungskurs der sozialistischen Chavez-Reigerung. Venezuela hat bereits Firmen aus den Branchen Energie, Telekommunikation, Stahl und Zement in die Hand des Staates überführt. Im März hatte Präsident Chavez eine Tochterfirma des US-Lebensmittelriesen Cargill verstaatlicht.

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