US-Präsident bedankt sich für Vermittlungserfolg der drei europäischen Außenminister
Bush begrüßt Entgegenkommen des Iran

US-Präsident George W. Bush beurteilt das Einlenken des Iran im Atomstreit positiv, fordert aber zugleich konkrete Schritte. Dagegen regt sich in konservativen iranischen Kreisen Widerstand gegen das Einlenken des Landes. Von offizieller iranischer Seite hieß es am Mittwoch, man werde die von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA geforderten Schritte umsetzen.

HB BALI/TEHERAN. George W. Bush begrüßt das Einlenken des Iran im Streit um dessen Atomprogramm. Der US-Präsident sprach am Mittwoch von einer "sehr positiven Entwicklung“. Er forderte aber zugleich weitere Schritte. Der Iran signalisierte, er wolle die von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA geforderten Schritte umsetzen. „Es sieht so aus, als ob sie die Forderungen der freien Welt akzeptieren und nun liegt es bei ihnen, zu beweisen, dass sie die Forderungen akzeptiert haben“, sagte Bush vor Journalisten in Indonesien. Bush sprach den Außenministern Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens seinen Dank aus, die in Teheran im Atomstreit mit der iranischen Regierung vermittelt hatten. Die Minister hätten dem Iran eine sehr deutliche, universelle Botschaft überbracht, nämlich dass das Land abrüsten solle, sagte Bush.

Der Iran hatte den drei Außenministern mündlich zugesagt, die Uran-Anreicherung auszusetzen und ein Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag zu unterzeichnen, das unangemeldete Kontrollen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ermöglicht. Eine Sprecherin der Uno-Behörde bezeichnete den Streit am Mittwoch aber als noch nicht beendet, da eine schriftliche Erklärung des Iran folgen müsse. Auch Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) forderte vom Iran nun die Umsetzung seiner Zusagen.

Ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter sagte, noch am Mittwochabend würden der IAEA die geforderten Dokumente über frühere Atomaktivitäten übergeben. Nächste Woche werde das Land das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag unterzeichnen, das unangemeldete Kontrollen ermöglicht.

Die internationale Gemeinschaft will vom Iran Beweise, dass es sein Atomprogramm nur für friedliche Zwecke nutzt. Vor allem die USA unterstellen dem Land, dass es den Bau von Atomwaffen anstrebt. Die IAEA hat den Iran davor gewarnt, dass sie den Streit vor den Uno-Sicherheitsrat bringen werde, wenn die ausstehenden Fragen nicht bis zum Ablauf einer Frist am 31. Oktober geklärt würden.

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