US-Präsident Donald Trump
Trump im Urlaub? Nein, im Arbeitsurlaub!

US-Präsident Donald Trump will nicht als Faulenzer dastehen, nachdem er seien Vorgänger Obama für dessen Ferien kritisierte. Die Hinweise auf sein Schaffen sind bislang aber rar.
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BridgewaterUS-Präsident Donald Trump hat Washington den Rücken gekehrt und ist zu seinem privaten Golfclub in New Jersey gereist. Aber er hat wiederholt die Vorstellung zurückgewiesen, dass es sich dabei um entspannte Augustferien handele. Auf Twitter versicherte er am vergangenen Wochenende: „Dies ist kein Urlaub – Treffen und Telefongespräche!“

Trumps Mitarbeiter haben die Reise als Arbeitsurlaub bezeichnet. Berater sagen, der Präsident treffe sich mit Beratern und Kabinettsmitgliedern, um über Politik zu sprechen und es wird erwartet, dass er nächste Woche nach New York reist. Wiederholte Fragen, ob der Chef Golf spiele, beantworteten die Mitarbeiter nicht.

Seit Trumps Ankunft in New Jersey gab es gleichwohl nur eine Gelegenheit, etwas von dem Präsidenten zu sehen: Am Samstag tauchte ein Video auf und zeigte Trump, wie er in seinem Club Hochzeitsgäste begrüßt. Er trug ein Golfhemd sowie eine rote Kappe mit der Aufschrift „Make America Great Again“ und stieg aus einem Golfwagen aus, um mit den Gästen zu plaudern.

Dass Trump nicht außer Dienst ist, zeigt der stetige Strom seiner Kommentare auf Twitter – insbesondere am Montag, als er vermutlich wegen Regens drinnen blieb. Den ganzen Tag veröffentlichte er Äußerungen, in denen er seine Unterstützer lobte, den demokratischen Senator Richard Blumenthal angriff und auf die Entscheidung des UN-Sicherheitsrats für Sanktionen gegen Nordkorea aufmerksam machte.

„Arbeite hart von New Jersey aus, während das Weiße Haus lange geplanten Renovierungsarbeiten unterzogen wird“, berichtete Trump. Der Tweet bezog sich auf Reparaturen am Weißen Haus, wo im Westflügel eine neue Heizungs- und Klimaanlage eingebaut wird.

Washington in den heißen Sommertagen den Rücken zu kehren ist bei Präsidenten eine etablierte Tradition. George W. Bush genoss seine Ranch in Texas und Barack Obama besuchte Martha's Vineyard in Massachusetts. Ronald Reagan ging nach Santa Barbara in Kalifornien.

Trump ist also nicht der erste Präsident, der verreist. Der Grund für seine Wut darüber, dass seine Reise als Urlaub bezeichnet ist, dürfte sein, dass er seinen Amtsvorgänger Obama wiederholt dafür kritisiert hatte, dass dieser der Stadt entfloh und Golf spielte. Im August 2011 twitterte Trump: „@BarackObama spielte gestern Golf. Jetzt reist er für einen 10-Tage-Urlaub nach Martha's Vineyard. Nette Arbeitsethik.“

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Ein Präsident macht nie wirklich Urlaub

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