US-Präsident Obama appelliert an Griechen

Die Schuldenkrise in der Euro-Zone macht die USA nervös. Präsident Barack Obama hat nun eindringlich an den neuen griechischen Premier Antonis Samaras appelliert, enger mit den Geldgebern zusammenzuarbeiten.
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Präsident Barack Obama redet den Griechen ins Gewissen. Quelle: dapd

Präsident Barack Obama redet den Griechen ins Gewissen.

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Washington/AthenUS-Präsident Barack Obama hat den neuen griechischen Regierungschef Antonis Samaras bei der Umsetzung von Steuerreformen zur engen Zusammenarbeit mit den internationalen Geldgebern seines Landes aufgefordert. Obama habe Samaras in einem Telefonat am Montag außerdem zu dessen Wahlsieg gratuliert und ihm nach dessen Augenoperation eine rasche Genesung gewünscht, teilte das Weiße Haus mit.

Griechenland hatte am Samstag eine Liste mit Änderungswünschen am von den Geldgebern auferlegten Sparprogramm vorgelegt. Unter anderem sollen einige Steuern zurückgenommen und gekürzte Leistungen an Geringverdiener wieder eingeführt werden.

Unterdessen sah sich die griechische Regierung mit neuen Problemen konfrontiert. Nach der Erkrankung von Ministerpräsident Samaras und der Verschiebung eines geplanten Besuchs der Troika-Experten aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds in Athen, reichte am Montag der designierte Finanzminister infolge gesundheitlicher Probleme seinen Rücktritt ein. Auf dem EU-Gipfel Ende der Woche werden deshalb keine größeren Entscheidungen zu Griechenland erwartet.

Nach einem Kreislaufzusammenbruch Ende vergangener Woche kündigte der designierte Finanzminister Vassilis Rapanos am Montag an, sein Amt nicht anzutreten. Rapanos war vergangene Woche zum Finanzminister ernannt worden, konnte aber wegen des Zusammenbruchs seinen Amtseid nicht ablegen. Wann ein neuer Finanzminister benannt werden soll, war zunächst unklar.

Ministerpräsident Samaras konnte zwar nach einer Augenoperation wieder das Krankenhaus verlassen, statt ihm wird aber Staatspräsident Karolos Papoulias zum EU-Gipfel reisen. Ursprünglich hätte wegen der Operation von Samaras eigentlich der Außenminister die griechische Delegation leiten sollen.

Die Verschiebung der Troika-Reise dämpfte auch die Erwartungen an den EU-Gipfel am kommenden Donnerstag und Freitag im Bezug auf eine Anpassung der Bedingungen für das griechische Rettungspaket. Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert machte deutlich, dass die Troika die Eurozone und den IWF über die Lage in Griechenland informieren müsse. Erst dann könne über möglicherweise nötige Änderungen gesprochen werden, sagte Seibert.

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7 Kommentare zu "US-Präsident : Obama appelliert an Griechen"

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  • Vermutlich wird sogar Obamas Gehalt mit gedrucktem Geld bezahlt. Der Mensch ist nur mehr peinlich mit seinen grossen Spruechen.

  • Ja, von den Griechen kann jeder HARTZ4-Bezieher eine Menge lernen, wenn er Vermögen verstecken will und schwarz arbeiten - und trotzdem HARTZ4 beziehen will.

  • Daß Griechenland viel zu wenig tut, um seine Probleme zu lösen ist hinlänglich bekannt. Aber daß die Amerikaner sich erdreisten, uns Europäern Ratschläge zu geben, das ist unglaublich frech. Obama soll erst einmal seinen eigenen Laden in Ordnung bringen.

    Daß Herr Samarras in einem sehr unglücklichen Moment so schwer krank ist, daß er seine Regierungsgeschäfte nicht wahrnehmen kann, ist bedauerlich. Ich wünsche ihm eine baldige, gute Genesung.

  • Tja, wenn die Griechen immer wieder einen Dummen finden und die deutschen Politiker meinen der Euro ist "alternativlos" und die Deutschen lieber vor dem Fernseher hocken als auf die Straße gehen, ist die Welt selbst Schuld und die Griechen sind cleverer!

  • Sie scheuen sich nicht, auch noch so primitive, durchsichtige und hanebüchene Verzögerungsmöglichkeiten ins Auge zu fassen. Das zeigt, dass die Griechen zu allem -bzw. zu nichts - bereit sind!

  • Griechen eben.

    Augenoperation? Klar, denn so fließt erst mal frisches Geld von den Barbaren aus dem Norden.

  • Die Griechen tricksen nach Herzenslust die EU-Idioten immer noch weiter. Sie versuchen Zeit zu gewinnen, und ohne Reformen weiterhin Geld zu kassieren. Die Lüge, dass die Bevölkerung verarmt ist, kann man auch nicht glauben, denn jeder Staat, welches seine Gläubiger austricksen will, stellt seine Bevölkerung als arm da. Ich wette, dass die Menschen jede Menge Geld unter dem Kopfkissen gebunkert haben. Die Armen Griechen, die wir heute in Fernsehen sehen, waren auch früher arm, und ging denen dreckig. Mit dem Unterschied, dass früher keiner die Kamaras auf sie richtete. Wenn den Griechen wirklich schlecht ginge, würden sie freiwillig zu ihrer Drachme zurückkehren, denn jeder weiß, mit Euro ist die Zukunft aussichtslos. Seltsamerweise hat die Mehrheit der Bevölkerung in Griechenland keine Lust auf Euro zu verzichten. Meiner Meinung nach: Weil sie wissen ohne Euro würde sie ihren versteckten Reichtum verlieren bzw. ausgeben müssen.

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