US-Präsident Obama
„Russland will keinen Militärkonflikt mit den USA“

Laut Barack Obama sucht Russland im Ukraine-Konflikt keine militärische Auseinandersetzung mit den USA. Im Uno-Sicherheitsrat kam es unterdessen zu einem Streit um den Bericht zu Menschenrechten in der Ukraine.
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New YorkRussland will nach Angaben von US-Präsident Barack Obama im Streit um die Ukraine keinen Militärkonflikt mit den Vereinigten Staaten. „Sie (die Russen) sind nicht an einer militärischen Auseinandersetzung mit uns interessiert; wir brauchen keinen Krieg“, sagte Obama in einem Interview des TV-Senders CBS, der einen Teil des Gesprächs am Mittwoch online veröffentlichte. „Was wir brauchen, ist, dass Länder wie die Ukraine Beziehungen mit ihren Nachbarn haben können.“ Es sei „absolut klar“, dass Russland die territoriale Souveränität seines Nachbarlandes verletzt habe und „nicht-staatliche Milizen“ im Süden und Osten der Ukraine unterstütze.

US-Regierungssprecher Jay Carney bekräftigte unterdessen an Bord des Präsidentenflugzeugs „Air Force One“, dass die USA „voll und ganz“ hinter der am Mittwoch von der Nato angekündigten Truppenverstärkung an den Ostgrenzen stehen. Er nannte es erneut angemessen, dass die Ukraine Schritte unternimmt, um „Gesetz und Ordnung“ herzustellen. Dies müsste aber in verantwortlicher Weise geschehen.

Die USA bereiten unterdessen „aktiv“ neue Sanktionen gegen Russland vor, wie Carney hinzufügte. Diese könnten möglicherweise bereits am Donnerstag verkündet werden, wenn das in Genf geplante Krisentreffen zur Ukraine nicht den gewünschten Fortschritt bringt. Ob solche Strafmaßnahmen vor oder nach der Zusammenkunft verkündet würden und ob sie nicht nur Einzelpersonen und Unternehmen, sondern nun auch ganze russische Wirtschaftszweige treffen könnten, sagte Carney nicht.

Unterdessen haben sich Vertreter westlicher Staaten und Russlands im Uno-Sicherheitsrat einen Streit um einen Uno-Bericht zur Lage der Menschenrechte in der Ukraine geliefert. Der russische Uno-Botschafter Witali Tschurkin kritisierte den Bericht, wonach die russischsprachige Bevölkerung in der Ostukraine nicht Opfer von Menschenrechtsverletzungen ist, am Mittwochabend als "einseitig". Die Studie spiegele die Lage der russischsprachigen Bevölkerung des Landes nicht fair wider, sagte Tschurkin.

Der britische Uno-Botschaft Mark Lyall Grant betonte dagegen, nach den Erkenntnissen des Uno-Menschenrechtskommissariat gebe es "weder weitverbreitete noch systematische" Angriffe auf ethnische Russen in der Ukraine. Damit würden die Erkenntnisse anderer unabhängiger Institutionen wie der OSZE untermauert, die ebenfalls keine Beweisung für Bedrohungen gesehen hatte.

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Die Lage in der Ukraine bleibt weiter angespannt

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  • @ wiebitte

    "Wie kann es sein das sich selbst die stark einseitig zensierten Foren eindeutig von den Wahlergebnissen im Tenor ganz stark unterscheiden?"

    Ich glaube, dass die Mehrheit der Leute unpolitisch und mit Problemen wie Dschungelcamp und DSDS ruhig gesteltt ist. Die mucken erst, wenn sie sich die Kartoffel-Chips nicht mehr leisten können oder zum Frühsport gezwungen werden, weil sie bald zur Ostfront einberufen werden- kurz wenn sie die absehbaren Folgen der unverantwortlichen und ungerechtfertigten US-Politik direkt erreichen.

    Ursache der Radikalisierung der amerikanischen Ausßenpolitik ist meiner Meinung nach eine Ka...e, die am Dampfen ist. Die wissen ganz genau, dass das Wohl und Wehe der US-Überheblichkeit am Dollar hängt, mit dem wir deren Eskapaden mitbezahlen. Wahrscheinlich merken sie, u.a am physischen Gold, das langsam knapp wird, dass das Spiel nicht mehr lange geht. Wenn der Vertrauensverlust in USA/Dollar dadurch offenkundig wird (bzw. alternativ die Zinsen in US weiter steigen, ohne das die FED es verhindern kann), werden die Amis ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück kommen.

  • @Morchel

    "Krieg ist ein gutes Mittel gegen diesen verrückten "

    Alles klar Morchel, Leute wie Sie werden noch als Kanonenfutter an der neuen Ostfront gebraucht. Viel Spaß mit ihrer Schwester im Geist Kriegsministerin von der Leyen!

  • Wir sollten Putin einfach nur mit allen gebotenen Mitteln in die Parade fahren vor nicht zurückschrecken. Krieg ist ein gutes Mittel gegen diesen verrückten

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