US-Präsident trifft auch den Papst
Bush in Italien unter Protesten empfangen

Zum Auftakt des Italien-Besuchs von US-Präsident George W. Bush haben Demonstranten am Freitag die Stadtautobahn bei Rom blockiert. Bush wollte sich mit dem italienischen Staatspräsidenten Carlo Azeglio Ciampi treffen. Radikale Bush-Gegner hatten zuvor angekündigt, das Auto des US-Präsidenten in Rom stoppen zu wollen.

HB ROM. Bush ist zum Auftakt seines Rombesuchs am Freitag mit dem italienischen Staatspräsidenten Carlo Azeglio Ciampi zusammengetroffen. Bush, der am frühen Morgen in Rom eingetroffen war, fuhr unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen in den Quirinalspalast. Zugleich kam es zu ersten Protesten gegen den Besuch.

Bush-Gegner schossen mit Feuerwerkskörper auf eine Militärschule am Rande des Zentrums von Rom. Außerdem blockierten sie eine Stadtautobahn bei Rom und legten den Verkehr auf Zufahrtsstraßen in Außenbezirken lahm, in dem sie Kartons und Decken in Brand setzten. Radikale Bush- Gegner kündigten an, das Auto des US-Präsidenten stoppen zu wollen. Für den Nachmittag sind größere Demonstrationen vorgesehen. Bei der zweitägigen Visite sind 10 000 Sicherheitskräfte im Einsatz.

Bush trifft außerdem den Papst, dem er eine Ehrenmedaille überreichen will. Papst Johannes Paul II. gilt als strikter Gegner des Irakkrieges. Außerdem trifft Bush US-Veteranen und besucht die Ardeatinischen Höhlen, wo SS-Angehörige 1944 über 300 italienische Zivilisten erschossen hatten. Amerikanische und alliierte Truppen hatten vor genau 60 Jahre Rom von den deutschen Besatzern befreit.

Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte erst kurz zuvor vor Ausschreitungen und Gewalt gewarnt. Die italienische Regierung mobilisierte 10 000 Sicherheitskräfte, um bei der zweitägigen Visite für Sicherheit zu sorgen.

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