US-Präsident Trump
„Deutschland schuldet Nato riesige Summen“

Trump beharrt darauf, dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben erhöht. Auf Twitter schreibt er von „riesigen Summen“, die Berlin der Nato schulde. EU-Kommissionspräsident Juncker warnt vor einem Handelskrieg.
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Palm BeachUS-Präsident Donald Trump beharrt darauf, dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben deutlich erhöht. Einen Tag nach dem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Washington twitterte Trump am Samstag: „Trotz allem, was ihr von den Fake News (Falschmeldungen) gehört habt, hatte ich ein großartiges Treffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dennoch: Deutschland schuldet der Nato riesige Summen, und die Vereinigten Staaten müssen besser für ihre mächtige und kostspielige Verteidigung bezahlt werden, die sie Deutschland bieten!“

Merkel hatte Trump beim ersten Treffen der beiden Politiker am Freitag in Washington zugesichert, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Deutschland habe sich auf das Nato-Ziel verpflichtet, bis 2024 zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Derzeit erfüllen diese Vorgabe nur fünf von 28 Mitgliedern.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker beklagte eine Entfremdung von den USA und warnte die Regierung in Washington vor einem Handelskrieg mit Europa. Juncker sagte der „Bild am Sonntag“: „Ein Handelskrieg wäre weder im Interesse Europas noch der USA. Wir müssen die protektionistischen Töne der Regierung Trump aber ernstnehmen und vorbereitet sein.“ Juncker betonte, dass er sich am Dienstag mit Japans Premierminister Shinzo Abe treffen werde. „Wir wollen noch in diesem Jahr ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan abschließen.“ Bereits am Montag empfängt Merkel Abe in Hannover am Rande der Computermesse CeBIT.

Die Bundesregierung setzt weiter auf Annäherung im abgekühlten Verhältnis zu den USA. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag): „Wir sollten Vertrauen aufbauen, keine Handelsbarrieren.“ Erklärtes Ziel der neuen US-Regierung sei es doch, Arbeitsplätze zu schaffen und den Wohlstand im Land zu fördern. „Das funktioniert aber nur, wenn weltweite Handelsbeziehungen intakt bleiben, europäische Zulieferer US-Firmen weiterhin mit ihren Produkten versorgen und europäische Unternehmen in den USA weiter Arbeitsplätze schaffen können.“

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  • Die USA schulden Deutschland auch viel Geld, wegen des von den USA begonnenen Irakkrieges. Nur wegen dieses Krieges häufen sich in Deutschland die Flüchtlingskosten seit Jahren an. Gabriel sollte als Erstes hierfür Ausgleich von den Amerikanern fordern.

  • Sorry, ich hatte "unüberlegten" gelesen. Mein Fehler! Ich nehme den vorherigen Kommentar damit offiziell zurück.

  • "Trump sagte auf eine Frage zu seinen unbelegten Vorwürfen" Glauben Sie im Ernst, Trump hätte sich diese Aussage nicht überlegt und in seinem Kreis abgesprochen? Woher nehmen sich ap, dpa und Reuters diese dummschwätzigen (HB-Jargon) Vermutungen?

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