US-Präsident würdigt Siegeszug der Demokratie
Bush: Mit allen US-Alliierten einig über Iran

Nach Ansicht von US-Präsident George W. Bush stimmen in der Frage des umstrittenen iranischen Atomprogramms alle Verbündeten der USA mit Washington überein. Dies sagte Bush am Donnerstag nach einem Gespräch mit dem slowakischen Präsidenten Mikulas Dzurinda in Bratislava.

HB BRATISLAVA. Bei seinen bisherigen Gesprächen habe er erfahren, dass „Bundeskanzler Gerhard Schröder und andere“ politische Führer Europas glauben, „dass Iran keine Atomwaffen haben sollte“. Gleichzeitig betonte Bush, er hoffe, dass man „eine diplomatische Lösung“ mit Iran finden werde. Diplomatie könne wirken, „wenn wir alle am gleichen Strang ziehen“.

Die USA beschuldigen Teheran seit Jahren, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die EU versucht seit Monaten unter Federführung der Regierungen in Berlin, Paris und London, Iran dauerhaft von der umstrittene Anreicherung von Uran abzubringen. Diese gilt als Voraussetzung für den Bau von Atomwaffen.

Vor mehreren tausenden jubelnden Slowaken hat US-Präsident George W. Bush den Siegeszug von Freiheit und Demokratie im Herzen Europas gepriesen. Bei einer Rede auf dem zentralen Platz der Hauptstadt Bratislava bezeichnete Bush die Slowakei als Vorbild für die Welt, wie mit Mut und Entschlossenheit ein freies und unabhängiges Land entstehen könne.

Die USA sehen nach Bushs Worten in der Slowakei einen Alliierten, Freund und Bruder im weltweiten Kampf für Freiheit. Wie in Osteuropa werde auch im Nahen und Mittleren Osten der Gedanke der Freiheit siegen, erklärte Bush. Die Wahlen in Afghanistan und im Irak seien dafür Belege. Auch in Osteuropa habe es Zeit gebraucht, bis sich die Demokratie durchgesetzt habe. Demokratie werde in wachsendem Maße Realität in Ländern wie der Ukraine oder Georgien und vielleicht bald auch in Moldawien. „Der Gedanke der Freiheit wird die ganze Welt erfassen“, meinte Bush.

Bei einem anschließenden Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin will Busch einem Bericht der „Washington Post“ zufolge ein Abkommen über den gemeinsamen Kampf gegen nuklearen Terrorismus unterzeichnen. Nach Angaben des Blatts wollen beide Länder gemeinsame Vorsorgemaßnahmen gegen nukleare Terroranschläge treffen. Die verstärkte Sicherheit russischer Atomanlagen soll in der Vereinbarung eine besondere Rolle spielen.

Das Abkommen wurde von US-Fernsehkommentatoren auch als Ablenkung von strittigen Themen zwischen Bush und Putin verstanden. Washington beschuldigt Russland etwa seit Jahren, Teheran durch den Bau des Atomkraftwerks Buschir mit militärisch nutzbarem Nuklearwissen zu versorgen. Der US-Präsident will Putin auch zu mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Russland drängen.

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