US-Präsidentschaft
Nobody wirft Joe Lieberman aus dem Rennen

Vor sechs Jahren trat der Demokrat Joe Lieberman zusammen mit Präsidentschaftskandidat Al Gore an, um George W. Bush und Vizepräsident Dick Cheney aus dem Weißen Haus zu vertreiben. Nun hat der heutige Senator von Connecticut die parteiinterne Vorwahl gegen einen weitgehend unbekannten Herausforderer verloren.

HB HARTFORD. Liebermann unterlag dem Geschäftsmann Ned Lamont bei der Kandidatenkür der Demokraten für die Wahl des Senators im November Lamont hatte Lieberman vor der Abstimmung einen „Cheerleader für [Präsident George] Bush“ genannt und die Anhänger der Demokraten aufgefordert, ein eindeutiges Signal gegen den Irakkrieg auszusenden. Weil Lamont die Vorwahl zu einem Votum gegen den Irakkrieg gemacht hatte, fand sie im ganzen Land große Aufmerksamkeit.

Die Niederlage des Senators schon bei der Vorwahl ist von großer politischer Brisanz und zeigt nach Ansicht von Experten den tiefen Ärger der Parteibasis über die zögerliche und unentschiedene Haltung der führenden Demokraten zum Irakkrieg. Der Wahlausgang war eine Reaktion der demokratischen Wähler auf die Unterstützung Liebermans für den Irakkrieg und für Bush. Lieberman räumte seine Niederlage ein und kündigte an, er wolle im November als parteiunabhängiger Kandidat für den Senat antreten.

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