US-Präsidentschaftskandidat will Gesundheitswesen reformieren und Mittelstand fördern
Kerry buhlt um die Gunst der Wirtschaft

US-Präsidentschaftskandidat John Kerry will sein altes wirtschaftspolitisches Image ablegen. Mit Investment-Papst Warren Buffett und Apple-Chef Steve Jobs präsentierte der Herausforderer von George W. Bush in einem Gespräch mit dem Wall Street Journal gleich zwei prominente Berater, die seinen Ruf in der Geschäftswelt verbessern sollen.

WSJE/der DÜSSELDORF. Kerry will den Makel eines Kritikers der freien Marktwirtschaft abschütteln, der die Steuern erhöhen und den Handel regulieren wolle. Er akzeptiere die Gesetze des Marktes, die Art und Weise, wie Geld in diesem System arbeite, sagte Kerry am Rande einer Wahlkampfreise. Er sei sich seiner geldpolitischen Verantwortung durchaus bewusst und wisse, wie wichtig das Vertrauen der Wirtschaft für eine erfolgreiche Regierungspolitik sei.

Bei den amerikanischen Wählern will Kerry unter anderem mit einem verbesserten Gesundheitssystem punkten. Er verkauft es aber nicht als sozialpolitisches Wohlfahrtsprogramm, sondern als wirtschaftliche Erleichterung. „Die Gesundheitsvorsorge ist einer der größten Hemmschuhe der heutigen US-Wirtschaft“, sagte der Präsidentschaftskandidat.

Kerry kündigte an, dem Mittelstand mit steuerlichen Anreizen und einer vereinfachten Steuergesetzgebung unter die Arme greifen zu wollen. Bereits im vergangenen Monat hatte er sich in seinen Reden auf sein Wirtschaftsprogramm konzentriert – und dabei einige kleinere Wohltaten angekündigt. So hatte er angekündigt, die Unternehmenssteuern zu senken. Dadurch wolle er vor allem einer weiteren Verlagerung von Arbeitskräften ins Ausland entgegenwirken. Von dieser Steuerrechtsänderung sollen nach seinen Angaben „98 Prozent“ der US-Wirtschaft profitieren.

Zwar hat die US-Konjunktur in den letzten Monat kräftig zugelegt, doch geht der Aufschwung bislang weitgehend am Arbeitsmarkt vorbei. Dafür wird in den USA weithin die Auslagerung von Arbeitsplätzen in Schwellenländern wie Indien verantwortlich gemacht.

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