US-Präsidentschaftswahlkampf
Jeb Bush veröffentlicht Steuerunterlagen

Jeb Bush hat seine Steuerunterlagen veröffentlicht. Mit den 1150 Seiten aus 33 Jahren erhöht der Republikaner den Druck auf die Konkurrenz: Das Privatvermögen von Kandidaten ist stets ein großes Thema im US-Wahlkampf.
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WashingtonDer republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Jeb Bush hat seine Steuererklärungen der vergangenen drei Jahrzehnte offengelegt. Die am Dienstag veröffentlichten Dokumente zeigen, dass der Sohn von Ex-Präsident George H.W. Bush und Bruder von Ex-Präsident George W. Bush im Jahr 2013 rund 7,4 Millionen Dollar (6,6 Millionen Euro) verdient hat. Seit Ende seiner Amtszeit als Gouverneur von Florida vor acht Jahren machte Bush demnach 29 Million Dollar, vor allem durch seine Beratertätigkeiten für Investmentbanken und durch Redehonorare.

Die 1150 Seiten an Steuerunterlagen umfassen einen Zeitraum von 33 Jahren und sind auf der Website von Bush einzusehen. Im Schnitt zahlte er den Angaben zufolge einen Steuersatz von 36 Prozent. Der Ex-Gouverneur erhöht mit der Veröffentlichung den Druck auf seine Mitbewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur und auch auf die als Favoritin für die Demokraten-Kandidatur gehandelte Hillary Clinton.

Die privaten Finanzen von Politikern sind in US-Wahlkämpfen ein großes Thema. Vor vier Jahren musste sich der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney rechtfertigen, weil er trotz eines Multimillionenvermögens nur einen Steuersatz von 14 Prozent zahlte.

Bush hatte seine Präsidentschaftsbewerbung Mitte Juni offiziell erklärt. Der Ex-Gouverneur gilt als Liebling des Establishments seiner Partei. Zu seinen Konkurrenten gehören unter anderen die Senatoren Marco Rubio, Ted Cruz und Rand Paul. Am Dienstag stieg New Jerseys Gouverneur Chris Christie ins Rennen ein. Erwartet wird zudem die Bewerbung von Wisconsins Gouverneur Scott Walker und Ohios Gouverneur John Kasich.

Bei den Demokraten hat Ex-Außenministerin Clinton einen klaren Favoritenstatus. Die Vorwahlen beider Parteien beginnen Anfang kommenden Jahres, gekürt werden die Kandidaten auf Parteitagen im Sommer 2016. US-Präsident Barack Obama darf bei der Wahl im November 2016 nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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