US-Präsidentschaftswahlkampf
Republikaner Scott Walker steigt aus

Scott Walker, Gouverneur von Wisconsins, soll sich laut einem Medienbericht aus dem Rennen um das US-Präsidentenamt zurückgezogen haben. Er ist bereits der zweite republikanische Kandidat, der das Handtuch wirft.

Madison/Washington Im Rennen ums Weiße Haus wirft ein zweiter namhafter republikanischer Kandidat einem Medienbericht zufolge das Handtuch. Wisconsins Gouverneur Scott Walker werde aus dem Wahlkampf um die US-Präsidentschaft aussteigen, berichtete die „New York Times“ am Montag unter Berufung auf drei mit der Sache vertraute Republikaner. Einer von ihnen nannte finanzielle Gründe. Für Montagnachmittag (Ortszeit, Mitternacht MESZ am Dienstag) kündigte Walker eine Pressekonferenz an.

Der 47-Jährige hatte im Juli offiziell seine Bewerbung erklärt, in Umfragen lag er zu diesem Zeitpunkt in der Spitzengruppe des breiten Bewerberfeldes. Über die Sommermonate brachen seine Werte allerdings ein, in den ersten Fernsehdebatten konnte er nicht überzeugen. Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf einen Unterstützer Walkers, dass mit dem Absturz in den Umfragen auch die Wahlkampfspenden deutlich zurückgegangen seien. „Die kurze Antwort lautet: Geld“, sagte der Unterstützer über die Gründe für den Rückzug.

Walker zählte zu den konservativeren Bewerbern im republikanischen Feld, das zwischenzeitlich 17 Präsidentschaftsanwärter umfasste. Der Gouverneur hatte seinen traditionell linksliberalen Bundesstaat in den vergangenen Jahren umgekrempelt, staatliche Programme gestrichen und die Abtreibungsgesetze verschärft. Landesweit bekannt machte ihn aber vor allem sein Kampf gegen die Gewerkschaften, deren Rechte er stark einschränkte. Walker setzte die umstrittenen Reformen trotz Massenprotesten durch und überstand ein von seinen Gegnern angestrengtes Abwahlverfahren.

Mitte September hatte sich bereits der frühere texanische Gouverneur Rick Perry aus dem Rennen verabschiedet. In Umfragen führt derzeit der streitbare Milliardär Donald Trump das Republikaner-Feld an. Die Präsidentschaftswahl findet im November 2016 statt. Amtsinhaber Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Bei Obamas Demokraten gilt die frühere Außenministerin und einstige First Lady Hillary Clinton als große Favoritin. Beide Parteien bestimmen ab Anfang kommenden Jahres in Vorwahlen ihre Kandidaten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%