US-Raketenschild
„Russen sollen sagen, was sie wollen“

In Rumänien bauen die USA einen Raketenschutzschild – auf dem früheren sowjetischen Militärflugplatz Deveselu. Moskau sieht sich bedroht, aber die Bürger vor Ort hegen große Hoffungen durch die Präsenz der Amerikaner.
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DeveseluIm Gasthof „No Name“ dringen nur amerikanische Gesprächsfetzen von den Tischen. Männer und Frauen in T-Shirts sitzen beim Bier. Aus dem Lautsprecher dudelt ununterbrochen Country, Soul und Rock in die flirrende Mai-Hitze der südrumänischen Tiefebene. Die Musik kommt von einem online zugänglichen US-Radiosender. Dann und wann schnattern Gänse aus Deveselu dazwischen. Hier, am Rand einer staubigen Straße, hat sich der Inhaber der unscheinbaren Pension ganz auf Kundschaft aus den USA eingestellt – zu Recht.  

Denn drei Kilometer weiter baut die US-Armee einen Raketenschutzschild zur Abwehr möglicher Angriffe des Irans, der Ende dieses Jahres fertig werden soll. Angesichts der Ukraine-Krise äußert aber Moskau immer häufiger und heftiger Kritik an diesem Objekt. Offiziell war es nach Darstellung der USA aber nie gegen Russland gerichtet.

Dass man sich hier an einem gefährlichen Ort der Weltgeschichte befinden könnte, scheint kaum jemanden zu stören. „Die Russen sollen doch sagen, was sie wollen“, meint der 51-jährige Ion Aliman. Als Bürgermeister von Deveselu, 200 Kilometer südwestlich von Bukarest, freut er sich, dass sein Ort wegen der Präsenz der Amerikaner endlich Kanalisation, Wasserleitung und neu asphaltierte Straßen bekommt.

25 Millionen Lei (5,6 Millionen Euro) hat die Regierung dafür bewilligt und damit seine Gemeinde bevorzugt. Direkt aus den USA seien zudem Gelder zur Renovierung des Kindergartens und der Schule gekommen. In der benachbarten Kleinstadt Caracal freuen sich die Immobilienhaie, denn die Amerikaner haben dort die Mietpreise in die Höhe getrieben.

An Militärpräsenz seien die Menschen in Deveselu schon seit mehr als einem halben Jahrhundert gewöhnt, denn der Raketenschutzschild wird auf einer im Jahr 1953 von den Sowjets gebauten Luftwaffenbasis errichtet. „Sogar meine Eltern haben seinerzeit für diese Baustelle Steine geschleppt“, erzählt Aliman. Er ist seit 2012 Rathauschef. Als gelernter Marine-Offizier hatte er vorher für einen deutschen Reiseveranstalter jahrelang Touristen auf der Donau von Passau bis ans Schwarze Meer geschippert. Jetzt steckt er mit Feuereifer in den Investitionsprojekten seines Heimatdorfs. In den Gassen versperren wegen Kanalarbeiten Erdhaufen den Weg, das Rathaus ist auch sonntags geöffnet.

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Kommentare zu " US-Raketenschild: „Russen sollen sagen, was sie wollen“"

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  • Ich bin dankbar, daß meine Regierung und ihre Auftraggeber alles für meine Sicherheit unternehmen. Sie alle sollten das auch sein, wenn Sie im Kampf für die Freiheit in die Luft fliegen. Ein wenig Opferbereitschaft kann die USA doch auch von den Europäern erwarten.

  • >> Moskau sieht sich bedroht, aber die Bürger vor Ort hegen große Hoffnungen durch die Präsenz der Amerikaner. >>

    Was suchen die Amis in Rumänien ? Von welchem Schutzschild gegen den Iran wird hier gelabert ? Mit Iran ist doch alles im Lot......die sind doch wieder Freunde....???!

    Schutzschilder gegen Iran nutzen im NATO-Land Türkei etwas, nicht aber in Rumänien.

    Die Amis vereinnahmen weiterhin den Ostblock, die EUtopia bezahlt die Okkupanten. So schaut es aus.

  • Amerika will Krieg auf europ. Boden und die dumme EU macht willig mit

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