US-Regierung hält Beschlus für vereinbar mit WTO-Handelsregeln
Bush signalisiert Gesprächsbereitschaft

Dass das Verteidigungsministerium mit Aussagen zur geplanten Vergabepraxis für Aufträge zum Wiederaufbau des Irak vorgeprescht ist, passt dem US-Präsidenten offenbar gar nicht so recht. Im Weißen Haus befürchtet man, dass die Bemühungen Bushs, die Beziehungen zu den Irak-Krieg-Gegnern Deutschland, Frankreich und Russland zu kitten, damit ausgehöhlt werden. Auf höchster Ebene versuchte deshalb Bush persönlich, die Wogen zu glätten.

HB WASHINGTON. Der US-Präsident erörterte zu diesem Zweck in persönlichen Telefongesprächen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder, dem französischen Präsidenten Jacques Chirac und dem russischen Staatschef Wladimir Putin die umstrittene Vergabepraxis. Schröder, Chirac und Putin hätten das Thema bei Bushs Anruf am Mittwoch angesprochen, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Allen Abney, am Abend (Ortszeit) in Washington.

Bush habe signalisiert, dass über das Thema weiter gesprochen werde, sagte Abney. Die Telefonate hätten jedoch nicht in direktem Zusammenhang mit der Bekanntgabe des Ausschlusses von Kriegsgegner von Wiederaufbauprojekten im Irak gestanden. Das Weiße Haus habe die Gespräche bereits vor dem Bekanntwerden der Direktive des Verteidigungsministeriums am Dienstag geplant, betonte Abney.

Wie die „New York Times“ in ihrer Internetausgabe berichtete, habe Bush Berlin, Paris und Moskau gebeten, dem Irak seine Schulden zu erlassen. Beamte des Weißen Hauses seien wütend über den Zeitpunkt und den Ton der Direktive des Verteidigungsministeriums zur Auftragsvergabe gewesen. Bush selbst sei „ausgesprochen unglücklich“ über die Gesprächssituation gewesen, zitierte das Blatt einen hohen Beamten. Es sei zu befürchten, dass damit Bushs Bestrebungen, die wegen des Irak-Kriegs gestörten Beziehungen zu diesen Ländern zu kitten, unterhöhlt würden, hieß in der „New York Times“.

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