US-Regierung
Obama zieht Krisenmanagement an sich

Barack Obama hat sich ein beeindruckendes Kabinett zusammengestellt. Mit Paul Volcker, dem Grandseigneur der Finanzpolitik, krönt der neue US-Präsident sein Wirtschaftsteam. Entsprechend hoch sind die Erwartungen.

NEW YORK. Drei Pressekonferenzen in drei Tagen, aber nur ein Thema: Barack Obama übernimmt bei der Bekämpfung der Wirtschaftskrise die Initiative. Zwar wird der designierte US-Präsident erst am 20. Januar 2009 vereidigt, er habe jedoch "mit der stillen Einwilligung der Bush-Regierung bereits die Führung übernommen", sagt Larry Sabato von der University of Virginia. Weder der alte noch der neue Präsident wollten riskieren, dass die Finanzkrise zum Kollaps der US-Wirtschaft führt.

Anlass der dreitägigen Dauerbeschallung aus Chicago ist die Vorstellung des Wirtschaftsteams. Die Auftritte renommierter Finanz- und Wirtschaftsexperten sollen in erster Linie verlorenes Vertrauen in der Öffentlichkeit zurückbringen und aufzeigen, dass die künftige Regierung bereits entschlossen an der Bekämpfung der Krise arbeitet. Dabei erntet Obamas Mannschaftsaufstellung in den USA parteiübergreifend Lob.

Der künftige Präsident habe ein "exzellentes Team" mit großer Fachkenntnis in den Bereichen Wirtschaft und Finanzen zusammengestellt, sagte Glenn Hubbard, Ex-Wirtschaftsberater von George W. Bush und Professor an der Columbia University. Auch Harvard-Ökonom Gregory Mankiw, der von 2003 bis 2005 unter Bush den Rat der Wirtschaftsberater geleitet hatte, nannte die Besetzung des Teams "eindrucksvoll". Einer aktuellen Online-Umfrage des "Wall Street Journal" zufolge sind 77 Prozent der Teilnehmer mit der Auswahl des Wirtschafts-Teams zufrieden.

Obama selbst erwartet von seinen neuen Ministern und Beratern "gesundes Urteilsvermögen und frisches Denken". Neben dem künftigen Finanzminister Timothy Geithner und dem Vorsitzenden des nationalen Wirtschaftsrates in spe, Larry Summers, lässt sich der designierte Präsident fortan auch von der Ökonomin Christina Romer beraten. Die Professorin der Elite-Universität Berkeley wird den Stab der Wirtschaftsberater im Weißen Haus führen.

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